Ehrungen für Freundeskreismitglieder

 

Engagement seit Jahrzehnten

Emsbürener Heinrich Humbert erhält Verdienstkreuz am Bande

Von Heinz Krüssel

21.8.2019 

Emsbüren. Neuer Träger des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ist seit Montag Heinrich Humbert aus Emsbüren-Elbergen.


Groß war die Freude bei (von links) Bernhard Overberg, Gertrud und Heinrich Humbert sowie Reinhard Winter über die Verleihung des Verdienstordens am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Foto: Heinz Krüssel

In einer Feierstunde im Rathaus Emsbüren heftete der emsländische Landrat Reinhard Winter im Beisein vieler Gäste und Wegbegleiter den Orden

im Auftrag von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dem neuen Ordensträger ans Revers.  

 

 

Den Orden heftete Landrat Reinhard Winter (rechts) dem verdienten Mitbürger ans Revers. Foto: Heinz Krüssel

 

John F. Kennedy habe einmal gesagt: „Einen Vorsprung im Leben hat, wer da anpackt, wo die anderen erst einmal reden.“ Winter fand, dass sich dieses Zitat wunderbar auf das Emsland und seine Menschen anwenden lasse. Und zu dem Menschenschlag gehöre eindeutig auch Heinrich Humbert. An ihn gerichtet sagte Winter: Sie sind einer derjenigen, die sich nicht fragen, was die Gesellschaft für Sie tut. Ihre Fragen lauten vielmehr: Was kann ich für die Gesellschaft tun? Was kann ich für diejenigen Menschen tun, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen?

Dieses Verständnis habe bei Humbert immer im Mittelpunkt der ehrenamtlichen Arbeit gestanden, so der Landrat. Winter zählte die vielfältigen Betätigungsfelder auf, die Humbert in mehreren Jahrzehnten für das Gemeinwohl übernommen habe und die die hohe Auszeichnung rechtfertigen würden. Die Bürger in der Region würden seit 30 Jahren das große Engagement im sozialen und humanitären Bereich kennen. Mit großer Umsicht

Als langjähriges Mitglied im Deutschen Roten Kreuz (DRK) und als Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Elbergen setze Humbert sich seit Jahrzehnten intensiv ein. Er habe maßgeblich die Planung und den Bau ausreichender Räume für das DRK initiiert. „Die vielfältigen und umfangreichen Aktivitäten des Ortsvereins wie Kocheinsätze, Blutspendetermine, Sanitätsdienste, Altkleidersammlungen leiten Sie mit großer Umsicht, Fachkenntnis und langjähriger Erfahrung“, würdigte der Landrat. Das DRK betreut unter Humberts Leitung seit einigen Jahren auch Unterkünfte für geflüchtete Menschen. Winter sagte:

Man möchte sagen: Der DRK-Ortsverein ist Ihr Baby.Humbert war zudem lange Jahre im Vorstand des ehemaligen DRK-Kreisverbandes Lingen. Seit dem Zusammenschluss der Kreisverbände Aschendorf-Hümmling, Meppen und Lingen im Jahr 2010 zum DRK-Kreisverband Emsland wirkt er als Beisitzer im Präsidium mit. Mit viel persönlichem Einsatz fördere Heinrich Humbert zudem die Hilfsgütertransporte in die Ukraine, so Winter. In mehr als 25 Jahren sei dort wertvolle Hilfe für soziale und kulturelle Hilfe geleistet worden.

Auch im Sport engagiert

Als erster Gratulant trat Bürgermeister Bernhard Overberg ans Mikrofon, der Humberts weiteres Engagement in Elbergen unterstrich. So sei er seit 25 Jahren Vorsitzender der Sportgemeinschaft und habe maßgeblich an der Gründung der Tennisabteilung mitgewirkt. Anerkennung zollte der Bürgermeister auch Ehefrau Gertrud, die ihn in all den Jahren beispielhaft unterstützt habe. Abschließend stellte der Bürgermeister unter dem Beifall der Gäste fest:

Emsbüren freut sich, dass wir einen neuen Verdienstordenträger in unseren Reihen haben.

Humbert zeigte sich sichtlich gerührt. Bis vor zehn Minuten habe er gar nicht gewusst, dass er selber im Mittelpunkt stehen würde, „deshalb habe ich auch keine Dankesrede vorbereitet“. Dennoch wolle er ausdrücklich seiner Familie und vielen Wegbegleitern Danke sagen. Ein Punkt liege ihm aber doch noch am Herzen: Vor vielen Jahren habe er die Aktion ,Hilfe für Simon' für den an Leukämie erkrankten Simon aus Emsbüren mitorganisiert. Es seien damals in einer beispielhaften Gemeinschaftsleitung rund 1,2 Millionen DM an Spendengelder gesammelt worden und über 10 000 Menschen hätten sich typisieren lassen. Leider sei Simon an seiner schweren Krankheit gestorben.

 

 Pressemitteilung der Stadt Lingen   12. Dezember 2018

  

Vorbildliches, bürgerschaftliches Engagement: Verdienstkreuz am Bande für Hinrikus Ude

 

Lingen. Eine besondere Ehre wurde Hinrikus Ude zuteil: Oberbürgermeister Dieter Krone überreichte ihm im Namen des Bundespräsidenten das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Mit dieser hohen Auszeichnung wurde das außergewöhnliche und jahrzehntelange Engagement Udes im Bereich der humanitären Hilfe, insbesondere im „Freundeskreis der Ukrainefahrer“, in der Kommunalpolitik sowie in der Schornsteinfeger-Innung Osnabrück-Emsland gewürdigt. „Mit Deinem Elan, Deiner Kompetenz und Deiner Zielstrebigkeit hast Du viel erreicht. Du hast dem bürgerschaftlichen Engagement in unserer Stadt ein Gesicht gegeben“, hob Oberbürgermeister Krone in seiner Laudatio hervor.

 

Im Bereich der humanitären Hilfe engagiert Hinrikus Ude sich seit rund 25 Jahren im „Freundeskreis der Ukrainefahrer“. Der Freundeskreis unterstützt mit Sach- und Geldspenden das ukrainische Dorf Juskivzi im Landkreis Lanivzi. Als verantwortlicher Organisator, Sprecher und „Motor des Freundeskreises habe Ude etliche der bereits 38 durchgeführten Transporte in die Ukraine organisiert und selbst begleitet, berichtete Krone. „Mit Deinem persönlichen Einsatz sorgst Du dafür, dass die Hilfe dort vor Ort ankommt, wo sie dringend benötigt wird“, betonte der Oberbürgermeister. Von der Unterstützung des Freundeskreises profitieren insbesondere ein Kindergarten, eine Schule und eine Sozialstation in Juskivzi sowie das Kreiskrankenhaus und das mit Hilfe des DRK Kreisverbandes Emsland eingerichtete Medico- Sozialzentrum in Lanivzi.

 

„Immer wieder hast Du viel Fingerspitzengefühl dabei bewiesen, die Personen zusammenzuführen, zu leiten und gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen“, zollte Krone Hinrikus Ude seinen Respekt und verwies auf die logistischen Herausforderungen der Hilfsgütertransporte. Von Kleidung über Medikamente bis hin zu Krankenhausbetten und Einsatzkleidung für die Feuerwehr – im Laufe der Jahre hat der Freundeskreis Hilfsgüter im Wert von mehr als einer Million Euro in die Ukraine gebracht. Darüber hinaus sind Geldspenden eingesammelt worden, um beispielsweise den Betrieb der beiden Sozialstationen aufrechtzuerhalten oder ein neues Dach und eine Heizung für die Schule zu finanzieren. „Du hast eine immens wertvolle Hilfe für die Menschen in der Ukraine geleistet und dazu beigetragen, die Not, die dort leider noch herrscht, zu lindern“, machte Krone deutlich. Die Teilnahme der Bürgermeister aus Juskivzi und Lanivzi an der Ordensverleihung zeige, wie hoch das Ansehen Udes dort sei und welch großer Respekt ihm entgegengebracht werde.

 

Neben der Ukrainehilfe engagierte Ude sich in der Kommunalpolitik. So war er 25 Jahre lang Mitglied im Ortsrat Bramsche und zehn Jahre im Lingener Stadtrat vertreten. In zahlreichen Gremien, wie dem Sportausschuss, dem Werksausschuss Wirtschaftsbetriebe oder dem PBA, hat Ude u.a. auch als Vorsitzender bzw. stellvertretender Vorsitzender aktiv an der politischen Meinungsbildung und Weiterentwicklung der Stadt mitgewirkt. „Verantwortungsbewusstsein, Fairness und Sachlichkeit waren für Dich dabei immer selbstverständlich“, beschrieb Oberbürgermeister Krone das Wirken des Lokalpolitikers. Für sein großes Engagement wurde Ude 2012 zum Ehrenmitglied des Ortsrates Bramsche ernannt.

 

Im berufsständischen Bereich machte sich Hinrikus Ude in der Schornsteinfeger-Innung stark. Nachdem der gebürtige Ostfriese zunächst in Ostfriesland aktiv war, trat er 1982 in die Schornsteinfeger-Innung Osnabrück-Emsland ein und ist dort bis heute Mitglied. Acht Jahre lang war Ude Schriftführer, bis er 1997 zum stellvertretenden Obermeister und 2002 schließlich zum Obermeister ernannt wurde. Während seiner fünfjährigen Zeit als Obermeister war Ude auch als Beisitzer im Vorstand des Landesinnungsverbandes Niedersachsen vertreten. „Auch dieses große Engagement ist nicht selbstverständlich und wurde Dir hoch angerechnet. So wurdest Du 2007 dafür mit der goldenen Ehrennadel der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland ausgezeichnet und zum Ehrenobermeister ernannt“, blicke Krone zurück.

 

Einen besonderen Dank sprach Krone in seiner Laudatio der Ehefrau von Hinrikus Ude aus, die ihrem Mann immer den Rücken gestärkt und hinter ihm gestanden habe. Auf diese Unterstützung ging auch Ude in seinen Dankesworten ein. Er erklärte, dass er diese Auszeichnung seiner Familie widme. Er habe seiner Ehefrau nach dem Umzug nach Lingen eigentlich versprochen, keine Ehrenämter zu übernehmen. „Vielleicht hätte ich auch einmal nein sagen sollen“, sagte Ude mit einem Augenzwinkern. Aber alle übernommenen Aufgaben hätten ihm immer großen Spaß gemacht. Er dankte seinen Weggefährten und vor allem den Ukrainefahrern. Die Ukrainehilfe zeige, wie Geschichte aufgearbeitet werden könne und trage dazu bei, Vorbehalte zu überwinden und Freundschaften zu knüpfen. Einen besonderen Dank sprach er abschließend den weit gereisten Gästen aus der Ukraine aus. Diese hatten eine 24-stündige Anreise auf sich genommen, um an der Ordensverleihung teilzunehmen. „Eure Herzlichkeit spornt uns Ukrainefahrer an, weiterzumachen“, sagte Ude.

Bürgerpreis 2017 für unser Freundeskreismitglied Alfons Acker

14.12.2017       

 

Unserem Freundeskreismitglied Alfons Acker und der Lingener Tafel herzlichen Glückwunsch

zur Verleihung des Bürgerpreises der Stadt Lingen (Ems)    

Link zum Bericht der Lingener Tagespost:  

 

 https://www.noz.de/lokales/lingen/artikel/993667/buergerpreis-geht-an-alfons-acker-und-lingener-tafel#gallery&0&1&993667


Alfons Acker und OB Dieter Krone

Verleihung des Lingener Bürgerpreises 2017

 Alfons Acker und die Lingener Tafel e.V. sind die diesjährigen Preisträger

 

„Heute lenken wir den Blick auf Menschen aus unserer Mitte, die sich seit langen Jahren für andere und die Allgemeinheit engagieren“, freute sich Oberbürgermeister Dieter Krone, als er zum dritten Mal persönlich den Lingener Bürgerpreis überreichte. In diesem Jahr wurden Alfons Acker und die Lingener Tafel e.V. für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. „So unterschiedlich das Engagement der beiden Preisträger ausgeprägt ist, eines ist ihnen gemein: Die Preisträger übernehmen Verantwortung, setzen durch ihr Wirken positive Zeichen und geben Hoffnung“, betonte Krone in seiner Laudatio.

Alfons Acker hat bereits im Alter von 16 Jahren begonnen, sich ehrenamtlich zu engagieren. Er war zunächst zehn Jahre lang im Vorstand des Sportvereins SG Bramsche aktiv. Von 1977 bis 2015 hatte er verschiedene Posten bei der Feuerwehr inne, unter anderem als stellvertretender Ortsbrandmeister und Abschnittsleiter Süd. Daneben war er 20 Jahre Mitglied im Pfarrgemeinderat Bramsche-Darme und ebenfalls fast 20 Jahre lang im Vorstand des örtlichen Schützenvereins. Seit 2003 setzt sich Alfons Acker im Freundeskreis der Ukrainefahrer aktiv für die Menschen in der Ukraine ein.

                    

„Als Oberbürgermeister habe ich dich in deiner Funktion als Abschnittsleiter Süd kennen gelernt und kann bestätigen: Du warst und bist immer ein absolut verlässlicher und hilfsbereiter Ansprechpartner für deine Kameraden“, würdigte Krone den Einsatz von Alfons Acker. Er habe in Lingen und darüber hinaus viel bewegt und viel für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt getan. „All deine ehrenamtlichen Tätigkeiten zusammengenommen zeigen uns einen Menschen, der die Initiative ergreift, dem das Schicksal seiner Mitmenschen nicht gleichgültig ist und der sich für andere einsetzt“, so Krone.

Alfons Acker freute sich besonders über die Auszeichnung. Seine Mutter habe ihm schon in jungen Jahren gesagt, dass es selbstverständlich sei, sich ehrenamtlich für seine Mitmenschen zu engagieren. Für sie sei immer klar gewesen: „Irgendwann bekommst du einen Preis dafür.“

Der Lingener Bürgerpreis wird alle drei Jahre im Wechsel mit dem Umwelt- und dem Kulturpreis verliehen. „Damit möchten wir den Bürgerinnen und Bürgern, die anderen Menschen unserer Stadt so viel geben, etwas zurückgeben“, erklärte Krone bei der Preisverleihung.

 

AUCH EINSATZ FÜR DIE UKRAINE 

Verdienstkreuz für Hans-Joachim Wiedorn  aus Lingen

Von Ludger Jungeblut

23.04.2014

Lingen. Der langjährige Lingener SPD-Kommunalpolitiker Hans-Joachim Wiedorn ist jetzt Träger des Bundesverdienstkreuzes. Oberbürgermeister Dieter Krone verlieh ihm am Freitagnachmittag in einer Feierstunde im Historischen Rathaus im Auftrag des Bundespräsidenten die hohe Auszeichnung,

Krone betonte, dass mit dem 72-Jährigen zu Recht eine der größten Persönlichkeiten der Stadt geehrt werde. Die Überschrift „Politik ist stolz auf Hajo Wiedorn“ im Internetauftritt der LT vom 19. September 2010 aus Anlass der Verleihung der Willy-Brandt-Medaille an den Sozialdemokraten fasse dessen Lebensleistung trefflich zusammen. Wiedorn, der inzwischen seine politischen Ämter abgegeben habe, sei mit Leib und Seele Kommunalpolitiker gewesen und habe sich dabei große Verdienste erworben. „Er ist in der Sache fair und zugleich ein Mann der klaren Worte“, hob Krone hervor.

Der Oberbürgermeister hob wichtige Tätigkeitsfelder von Wiedorns ehrenamtlichem Engagement hervor. 1941 in Ullersdorf in Schlesien geboren, wuchs der Junge nach der Vertreibung 1946 in Holthausen auf. Sein Vater war bereits vor dem Zweiten Weltkrieg engagierter Sozialdemokrat und zählte zu den Gründungsmitgliedern der Lingener SPD.

Seit 1968 war Hans-Joachim Wiedorn, der hauptberuflich als Postbeamter arbeitete, in verschiedenen Räten sowie in den Kreistagen Lingen und Emsland tätig. 26 Jahre fungierte er als SPD-Fraktionsvorsitzender im Lingener Stadtrat. Daneben engagierte er sich in mehreren Vereinen. Eine Herzensangelegenheit ist ihm seit mehr als 20 Jahren seine Mitwirkung im Freundeskreis der Ukrainefahrer .

Bürger des Jahres 2014 in Lingen - Bramsche

Vorbildliches ehrenamtliches Engagement wurde mit der Verleihung des Preises „Bürger des Jahres 2014“ gewürdigt: (von links) Ortsbürgermeister Rudolf Holterhues, die Ukrainefahrer Alfons Acker, Hinrikus Ude und Hermann Pieper sowie Heinz Tellmann, Erster Bürgermeister der Stadt Lingen. Foto: Heinz Krüssel

 

Lingen. Bürger des Jahres 2014 im Lingener Stadtteil Bramsche sind Hinrikus Ude, Hermann Pieper und Alfons Acker. Seit 20 Jahren engagieren sie sich im Freundeskreis der Ukrainefahrer Lingen und leisten damit wertvolle Hilfe für die Menschlichkeit, betonte Ortsbürgermeister Rudolf Holterhues in der Laudatio während des Bürgerempfangs des Ortsrates Bramsche.

Bereits zum neunten Mal hatte der Ortsrat zum Bürgerempfang eingeladen, um in erster Linie den vielen Ehrenamtlichen zu danken, betonte Holterhues. So waren Vertreter der Vereine, Verbände und Organisationen eingeladen. Ein besonderes Willkommen galt zwei „Neuen“: dem ersten Bürgermeister der Stadt Lingen, Heinz Tellmann, sowie Pfarrer Dechant Thomas Burke.

Das Leben in den Organisationen sei nur möglich, weil sich viele Mitbürger ehrenamtlich einbrächten, ging der Ortsbürgermeister auf zahlreiche Aktivitäten ein. Das Angebot sei in Bramsche sehr vielfältig und passend auf alle Altersgruppen und Interessen zugeschnitten.

In seinem Grußwort stellte sich Heinz Tellmann in einem humorvollen Beitrag vor. Der gebürtige Hümmlinger outete sich: „Ich bin mit der plattdeutschen Sprache aufgewachsen; meine erste Fremdsprache war Hochdeutsch.“ Er freue sich, dass er im neuen Amt eine weltoffene Stadt repräsentieren dürfe.

ICH HATTE IM HINTERGRUND IMMER MENSCHEN, DIE MICH UNTERSTÜTZT HABEN“ Lingen: Hermann Pieper erhielt Verdienstmedaille

Hermann Pieper erhielt aus der Hand von Oberbürgermeister Dieter Krone die vom Bundespräsidenten verliehene Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Foto: Antonius Hartz

 

ha Lingen. Angehörige sowie viele Freunde und Bekannte des 72-jährigen Hermann Pieper, u.a. Ortsbürgermeister Rudolf Holterhues, Ortsratsmitglieder und Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr sowie der ehemalige Oberstadtdirektor Karl-Heinz Vehring waren im historischen Rathaus der Stadt Lingen zusammengekommen, um an der Verleihung der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Hermann Pieper teilzunehmen.

Oberbürgermeister Dieter Krone hieß die vielen Gäste sowie insbesondere das Ehepaar Pieper mit ihren Angehörigen herzlich willkommen und erinnerte an den Ausspruch des amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy: „Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst“.

Zu den Menschen, die so fragen und auch danach handeln, gehöre Hermann Pieper. Er engagiere sich seit über 50 Jahren ehrenamtlich in den verschiedensten Bereichen. Diese reichten von der Feuerwehr – Pieper war Ortsbrandmeister und stellvertretender Stadtbrandmeister Lingens – über die Kommunalpolitik als stellvertretender Ortsbürgermeister und den Kirchenvorstand sowie als Mitglied im Vorstand der Landmaschinenmechaniker-Innung bis hin zu humanitären Einsätzen im Ausland, betonte der Oberbürgermeister. Sein unermüdliches Engagement für das Wohl der Allgemeinheit habe dabei stets im Mittelpunkt seines Denkens und Handelns gestanden.

Enorme Tätigkeiten

Heute dürfe er ihm, so der Oberbürgermeister, das Bundesverdienstkreuz überreichen, das ihm der Bundespräsident als Anerkennung für seine enormen ehrenamtlichen Tätigkeiten verliehen habe. Auch im Namen des Stadtrates und der Verwaltung der Stadt gratuliere er ihm herzlich zu dieser hohen Auszeichnung.

Nachrufe


Bernhard Neuhaus

Lingen, den 08.11.2018

 

Bernhard Neuhaus verstorben

 

Heute haben wir die traurige Nachricht erhalten, dass unser Mitbegründer Bernhard Neuhaus, am 5.11.2018 verstorben ist.
Mit Bernhard verlieren wir eine Person, der nicht nur die Ukrainehilfe mit ins Leben gerufen hat, sondern auch bis zum Schluß
mit ganzem Herzen versucht hat den Menschen in Juskivzi zu helfen.

 

Ein besonderes Anliegen war ihm der letzte ehemalige Zwangsarbeiter Wasili Ratuschko, genannt "Franz". 

 

Nach Franz seinem Tod unterstützte er dessen Enkelin Nadja.
  
Wir werden Bernhard Neuhaus immer in Ehren Gedenken und nie vergessen was er uns und den Menschen in Juskivzi Gutes getan hat.
  
Hinrikus Ude   

 

https://www.noz.de/lokales/lingen/artikel/1581963/zum-tod-von-bernd-neuhaus-in-vielfaeltiger-weise-um-lingen-verdient-gemacht

Foto: Ludger Jungeblut

 

FRÜHERER OBERBÜRGERMEISTER 

Zum Tod von Bernd Neuhaus:

In vielfältiger Weise um Lingen verdient gemacht

 

Von Ludger Jungeblut

 

Im Alter von 85 Jahren ist der frühere Lingener Oberbürgermeister Bernhard Neuhaus am 5. November 2018 gestorben. 

 

Als der Lingener am 26. März 1933 im Haus Markt Nr. 24 das Licht der Welt erblickte, hieß es, dass er mit dem Gesicht zum Rathaus geboren worden sei. "Mein Spielplatz war der Marktplatz", erinnerte er sich im Jahr 2013 in einem Gespräch mit der Redaktion. "Ich beobachtete, wenn die Herren des Stadtrates die Treppen zum historischen Rathaus hinaufstiegen, um darin zu tagen. Da dachte ich mir: Zu denen möchtest du auch einmal gehören." 

Der Uhrmacher- und Optikermeister machte seinen Kindheitstraum wahr. Der Katholik übernahm schon 1961 als JU-Kreisvorsitzender und ab 1963 als CDU-Stadtverbandsvorsitzender politische  Verantwortung. Von 1969 bis 2000 gehörte er dem Stadtrat an. In den Jahren 1988 bis 1995 repräsentierte Neuhaus als Oberbürgermeister die Stadt. Dass er gerade in dieser Zeit, die durch die Wiedervereinigung geprägt war, dieses Amt bekleiden konnte, war für Neuhaus, der immer in geschichtlichen Zusammenhängen dachte, ein Glücksfall. Er setzte sich für den Aufbau der Städtepartnerschaften mit Marienberg in Sachsen und mit Bielawa (Polen), dem früheren Langenbielau, ein. Ein Herzensanliegen war ihm zudem die Unterstützung der Ukrainehilfe. Zudem zählte er zu den Gründungsmitgliedern des Fördervereins der Kivelinge und übernahm den zweiten Vorsitz.

Einsatz für die Erinnerungsarbeit und die Versöhnung

 Bernhard Neuhaus war, nicht nur bei der Wahrnehmung seiner politischen Ämter, ein überzeugter und wirkungsvoller Unterstützer des Forums Juden–Christen. Denn er identifizierte sich immer mit der Idee von der Verantwortung der Deutschen für den Holocaust und Hitlers Terror-Herrschaft. Geprägt war er in dieser Haltung vom persönlichen Erleben und nicht minder von seinen rechtschaffenen Eltern. Mit der ihm eigenen Vehemenz setzte er sich Ende der 70-er Jahre und dann besonders Anfang der 80-er Jahre umfassend und an der Seite des Arbeitskreises Judentum-Christentum für die Erinnerungsarbeit und für die Versöhnung mit den Überlebenden ein. 

 Für die von ihm mitgeschaffene Erinnerungskultur stehen der wiederhergerichtete jüdische Friedhof an der Weidestraße und der Gedenkort Jüdische Schule, für dessen Bau und Einrichtung er nicht nur geworben, sondern gekämpft hat – als   Mensch, als Politiker und als langjähriger stellvertretender Vorsitzender des Forums. 

Obwohl ihm seine angeschlagene Gesundheit in den vergangenen Jahren schwer zu schaffen machte, wird  Bernhard Neuhaus den Bürgern als zutiefst lebensbejahender Mensch, der das Herz auf dem rechten Fleck hatte, in Erinnerung bleiben. Der Verstorbene wird am Montag, 12. November, um 14.30 Uhr auf dem Neuen Friedhof in Lingen zu Grabe getragen. 

Von Ludger Jungeblut

Im Alter von 85 Jahren ist der frühere Lingener Oberbürgermeister Bernhard Neuhaus am 5. November 2018 gestorben. Foto: Ludger Jungeblut

 Ludger Jungeblut

Als der Lingener am 26. März 1933 im Haus Markt Nr. 24 das Licht der Welt erblickte, hieß es, dass er mit dem Gesicht zum Rathaus geboren worden sei. "Mein Spielplatz war der Marktplatz", erinnerte er sich im Jahr 2013 in einem Gespräch mit der Redaktion. "Ich beobachtete, wenn die Herren des Stadtrates die Treppen zum historischen Rathaus hinaufstiegen, um darin zu tagen. Da dachte ich mir: Zu denen möchtest du auch einmal gehören." 

Der Uhrmacher- und Optikermeister machte seinen Kindheitstraum wahr. Der Katholik übernahm schon 1961 als JU-Kreisvorsitzender und ab 1963 als CDU-Stadtverbandsvorsitzender politische  Verantwortung. Von 1969 bis 2000 gehörte er dem Stadtrat an. In den Jahren 1988 bis 1995 repräsentierte Neuhaus als Oberbürgermeister die Stadt. Dass er gerade in dieser Zeit, die durch die Wiedervereinigung geprägt war, dieses Amt bekleiden konnte, war für Neuhaus, der immer in geschichtlichen Zusammenhängen dachte, ein Glücksfall. Er setzte sich für den Aufbau der Städtepartnerschaften mit Marienberg in Sachsen und mit Bielawa (Polen), dem früheren Langenbielau, ein. Ein Herzensanliegen war ihm zudem die Unterstützung der Ukrainehilfe. Zudem zählte er zu den Gründungsmitgliedern des Fördervereins der Kivelinge und übernahm den zweiten Vorsitz.

Einsatz für die Erinnerungsarbeit und die Versöhnung

 Bernhard Neuhaus war, nicht nur bei der Wahrnehmung seiner politischen Ämter, ein überzeugter und wirkungsvoller Unterstützer des Forums Juden–Christen. Denn er identifizierte sich immer mit der Idee von der Verantwortung der Deutschen für den Holocaust und Hitlers Terror-Herrschaft. Geprägt war er in dieser Haltung vom persönlichen Erleben und nicht minder von seinen rechtschaffenen Eltern. Mit der ihm eigenen Vehemenz setzte er sich Ende der 70-er Jahre und dann besonders Anfang der 80-er Jahre umfassend und an der Seite des Arbeitskreises Judentum-Christentum für die Erinnerungsarbeit und für die Versöhnung mit den Überlebenden ein. 

 Für die von ihm mitgeschaffene Erinnerungskultur stehen der wiederhergerichtete jüdische Friedhof an der Weidestraße und der Gedenkort Jüdische Schule, für dessen Bau und Einrichtung er nicht nur geworben, sondern gekämpft hat – als   Mensch, als Politiker und als langjähriger stellvertretender Vorsitzender des Forums. 

Obwohl ihm seine angeschlagene Gesundheit in den vergangenen Jahren schwer zu schaffen machte, wird  Bernhard Neuhaus den Bürgern als zutiefst lebensbejahender Mensch, der das Herz auf dem rechten Fleck hatte, in Erinnerung bleiben. Der Verstorbene wird am Montag, 12. November, um 14.30 Uhr auf dem Neuen Friedhof in Lingen zu Grabe getragen. 

NOZ vom 15.01.2020

Zum Tode von Harald Lorenz In Lingen und der Region mit der Kamera unterwegs

PM.

Harald Lorenz in seinem heimischen Harald Lorenz in seinem heimischen "Filmstudio". Foto: Viktor Lorenz
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Lingen. In der vergangenen Woche haben viele Lingener Abschied genommen von einem der bekanntesten Dokumentarfilmer der Region. Am 2. Januar ist Harald Lorenz im Alter von 84 Jahren gestorben. Er nutzte die Kamera um nach den Wahrheiten hinter dem vordergründigen Bild zu suchen, Utopien zu realisieren und Realitäten zu beschreiben.

Lorenz wurde am 14. Mai 1935 in dem deutschen „Eigengründ“ im Südosten der Ukraine als Sohn deutscher Emigranten geboren. Seine Mutter war Lehrerin und sein Vater ein geschätzter Handwerker. Bereits mit zwölf Jahren hat der technisch und künstlerisch begabte Harald sich eine Kamera selbst gebaut und damit kurze Sequenzen gefilmt und diese auch entwickelt. Es existieren noch heute Filmdokumente aus dieser Zeit. Sie belegen die unendliche Neugierde und sein außergewöhnliches fotografisches und dokumentarisches Verständnis.

1958 ist die Familie nach Tschietschuk in Usbekistan umgesiedelt. Hier hat Lorenz Architektur und Bauwesen studiert und auch seine Frau Nelli kennengelernt mit der er drei Kinder bekam. Doch die Familie Lorenz wollte nach Deutschland zurück und gelangte 1988 über Friedland und Schüttorf nach Lingen. Hier war Lorenz zunächst als Orthopädie-Techniker tätig. Gleichzeitig baute er zuhause ein kleines privates Filmstudio auf. Lorenz war Mitglied im Bundesverband Deutscher Film-Autoren und arbeitete im Team 75, einem Klub Lingener Filmamateure mit.

Harald Lorenz mochte keine Aufträge, die reine Wiedergabe bedeuten, denn hinter der vermeintlichen Realität steckte für ihn oft die Wahrheit. So ist in den vergangenen 30 Jahren ein filmisches Archiv von großem Wert entstanden. Neben kleinen Alltagsgeschichten aus der Region hat Lorenz die Bürgerschützen und Kivelingsfeste filmisch erfasst, Kunstschulprojekte gefilmt und Tanzwerkstätten begleitet. Als einziger Mann durfte er mit seiner Kamera das multikulturelle Kochtreffen des Vereins „Frauen helfen Frauen“ begleiten. Die Internationalen Feste der Puppen, die Weihnachts- und Jugendtheaterproduktionen der Spielbühne und des TPZ, die Konzerte der Chorwerkstatt gehörten zu seinen filmischen Herausforderungen. Vor allem aber war Harald Lorenz der Chronist der Welt-Kindertheater-Feste.

Die Sammlung von Hunderten von Filmen bildet nicht nur die Lingen gezeigten Produktionen ab, sondern dokumentiert die einzigartige Entwicklung der kulturellen Sparte seit 1990. Lorenz hinterlässt der Nachwelt eine Fülle von Material von großer Bedeutung.

Veranstaltungen

Besuch in der Plattenkiste am 6. Juni 2017


v.l.: Michael Thürnau, Hajo Wiedorn, Hinrikus Ude, Alfons Acker

Ukrainischer Abend

Medienberichte

Hilfsgüterverteilung im August 2019 nach Freigabe durch den ukrainischen Zoll

Der Hilfstransport 2019 ist ohne Probleme beendet worden.

Der Freundeskreis der Ukrainefahrer und der DRK Ortsverein Elbergen haben wieder ein Jahr lang Hilfsgüter gesammelt.

Es wurden rund 11 Tonnen an Bekleidung, Schuhe, Bettwäsche, Rollstühle und Pflegebetten nach Laniwzi in die Ukraine gebracht.

Der LKW konnte ohne Probleme die Grenzen überqueren und in den Zollhof nach Ternopil fahren.

Nach Prüfung der Unterlagen wurden Sachen in der Sozialstation in Laniwzi eingelagert. Wenn der Zoll die Hilfsgüter freigegeben hat,

können diese von den Mitarbeiterinnen in Laniwzi und der Sozialstation Juskivzi an die Bevölkerung verteilt werden.

Besonders dankbar waren die Mitarbeiterinnen vom Karl-Joseph-Lange-Haus (MSC) in Laniwzi, weil durch unsere Spendengelder

zwei Stellen für ein Jahr finanziert werden konnten. (jeweils 1600 €) Der ukrainische Staat hat vor 4 Jahren die

Finanzierung der dieser Stellen eingestellt.  

Durch unsere Hilfe ist einigermaßen gesichert, dass die Hilfsbedürftigten weiterhin betreut werden können.

 

 

 

Hilfstransport 2018 in der Ukraine angekommen

Der diesjährige Hilfstransport führte vom 1.6. bis 9.6.2018 wieder nach Juskivzi und Lanivzi in der Westukraine.

Es wurden 10 Tonnen Hilfsgüter (692 Karton + Betten und andere Hilfsgüter) auf einem ukrainischen LKW befördert.

Die Sachen wurden in der Sozialstation in Lanivzi eingelagert und werden in Kürze vom ukrainischen Zoll zur Verteilung freigegeben. Um eine größtmögliche Verteilung zu gewährleisten, bekommt der Kreisverband des ukrainschen Roten Kreuzes in Lanivzi 377 Karton, das Krankenhaus in Lanivzi 27 Karton und die Sozialstaion in Lanivzi 60 Karton mit Hilfsgütern. 

Für das Dorf Juskivzi sind 228 Kartons bestimmt. 

Die Erneuerung der Heizungsanlage in der Schule, der Kindergarten in Juskivzi, sowie das Gehalt für zwei Krankenschwesternstellen im MSC Lanivzi wurden mit Spendengeldern unterstützt.

 

Erstmalig in 27 Jahren nahmen 5 Tischtennisspieler der SG Bramsche / SUS Darme an der Fahrt teil

und absolvierten 2 Freundschaftsspiele.

 

Die ukrainischen Freunde waren begeistert über diese Art der Völkerverständigung. Es wurde abgemacht, dass es nicht die letzte Begnung gewesen sein soll.

 

Bei dem Treffen mit der Leiterin des Ukrainischen Roten Kreuzes (URK) in Ternopil, Olexandra Bryhadyr, die für 17 Kreisverbände verantwortlich ist, wartete sie für Hinrikus Ude mit einer Überraschung auf.

Der Präsident des URK hatte ihm im Jahr des 100-jährigen Bestehens des URK die höchste Auszeichnung für ausländische Unterstützer verliehen. Ude nahm diese stellvertretend für alle bisher über 90 Teilnehmer von Hilfsgütertransporten entgegen.

Verteilung der Hilfsgüter Juni 2018

Der zweite Hilfstransport 2018 für Lanivtsi und Juskivzi

Der diesjährige Hilfstransport mit einem 40 Tonner LKW

erreicht am 15.5.2017 Laniwzi