Positive Bilanz des Freundeskreises für 2019

                                      

                                                                                                                                                  Lingen, im Januar 2020
Liebe Ukrainefreunde,


ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr 2019 liegt hinter uns. Unsere Bilanz, meine ich, kann sich sehen lassen.


1) Wir haben 2 Hilfsgütertransporte durchgeführt. Da gilt mein besonderer Dank der Stadt Lingen, dem DRK OV Elbergen

und dem DRK Kreisverband Lingen, für die hervorragende Unterstützung.


2) Mit unserer Unterstützung sind im MSC Lanivtsi wieder 2 Krankenschwestern ehrenamtlich für ein Jahr tätig

und für die Betriebskosten konnte noch ein Zuschuss gegeben werden.


3) Die Sozialstation, die Schule (Heizung) und der Kindergarten in Juskivzi wurden ebenfalls mit Spendengeld unterstützt.

4) Das Krankenhaus Lanivtsi konnte mit Geräten und Pflegebetten versorgt werden.

Für unsere sehr kleine Gruppe ist das eine herausragende Leistung und dafür möchte ich mich bei allen, besonders aber bei den Spenderinnen und Spendern, ganz herzlich bedanken.


Wir sollten mit unserer Hilfe aber nicht nachlassen.


Beim MSC Lanivtsi ist ein vernünftiger Betrieb (Krankenschwestern) nur gewährleistet, wenn wir die Leitung weiter unterstützen.
(Der ukrainische Staat hat sich, seit Kriegsbeginn im Osten der Ukraine, aus der Finanzierung der Sozialstationen des Ukrainischen Roten Kreuzes zurückgezogen)

 

Die Schule in Juskivzi steht vor der großen Herausforderung die Außenwände zu isolieren. Jeder von uns kennt die alten Kalksandsteinwände. Es geht sehr viel Wärme verloren.

Die Kosten für den ersten Abschnitt belaufen sich auf 680 000 UAH (ca. 26500 €)
Wenn wir Spenden in Höhe von ca. 10000 € sammeln könnten, wäre die Maßnahme vermutlich durchführbar.
Nachdem wir bisher schon die Sanierung der Schule (Dach, Fenster, Türen, Küche, Heizung) begleitet haben, sollten wir uns bemühen, auch diese Maßnahme zu einem guten Abschluss zu bringen.


Die Kinder werden es uns danken, wenn sie den Unterricht in warmen Klassenzimmern erteilt bekommen

und die Wärme auch im Gebäude bleibt.

 

Liebe Ukrainefreunde, ich danke für die bisherige Unterstützung und hoffe, dass ihr euch auch weiterhin einbringt.


Es gibt unbestritten Länder wo es den Menschen wesentlich schlechter geht, aber unsere Hilfe für Juskivzi ist schon etwas Besonderes.

 

Wer hätte 1991 oder gar 1945 gedacht, dass ein Teil der Lingener Geschichte sich so entwickeln würde?


Unser, leider bereits verstorbener Initiator Bernhard Neuhaus , hat einmal treffend gesagt hat, "wir haben mehr für die Völkerverständigung getan, als es die große Politik je könnte".


In diesem Sinne, dass wir noch viel zur Völkerverständigung beitragen können, aber auch den Kindern, sowie den alten und gebrechlichen Menschen, ihr Leben lebenswerter zu gestalten , wünsche ich allen ein gutes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2020.

 

Hinrikus Ude

NOZ vom 15.01.2020

Zum Tode von Harald Lorenz In Lingen und der Region mit der Kamera unterwegs

PM.

Harald Lorenz in seinem heimischen "Filmstudio". Foto: Viktor LorenzHarald Lorenz in seinem heimischen "Filmstudio". Foto: Viktor Lorenz
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Lingen. In der vergangenen Woche haben viele Lingener Abschied genommen von einem der bekanntesten Dokumentarfilmer der Region. Am 2. Januar ist Harald Lorenz im Alter von 84 Jahren gestorben. Er nutzte die Kamera um nach den Wahrheiten hinter dem vordergründigen Bild zu suchen, Utopien zu realisieren und Realitäten zu beschreiben.

Lorenz wurde am 14. Mai 1935 in dem deutschen „Eigengründ“ im Südosten der Ukraine als Sohn deutscher Emigranten geboren. Seine Mutter war Lehrerin und sein Vater ein geschätzter Handwerker. Bereits mit zwölf Jahren hat der technisch und künstlerisch begabte Harald sich eine Kamera selbst gebaut und damit kurze Sequenzen gefilmt und diese auch entwickelt. Es existieren noch heute Filmdokumente aus dieser Zeit. Sie belegen die unendliche Neugierde und sein außergewöhnliches fotografisches und dokumentarisches Verständnis.

1958 ist die Familie nach Tschietschuk in Usbekistan umgesiedelt. Hier hat Lorenz Architektur und Bauwesen studiert und auch seine Frau Nelli kennengelernt mit der er drei Kinder bekam. Doch die Familie Lorenz wollte nach Deutschland zurück und gelangte 1988 über Friedland und Schüttorf nach Lingen. Hier war Lorenz zunächst als Orthopädie-Techniker tätig. Gleichzeitig baute er zuhause ein kleines privates Filmstudio auf. Lorenz war Mitglied im Bundesverband Deutscher Film-Autoren und arbeitete im Team 75, einem Klub Lingener Filmamateure mit.

Harald Lorenz mochte keine Aufträge, die reine Wiedergabe bedeuten, denn hinter der vermeintlichen Realität steckte für ihn oft die Wahrheit. So ist in den vergangenen 30 Jahren ein filmisches Archiv von großem Wert entstanden. Neben kleinen Alltagsgeschichten aus der Region hat Lorenz die Bürgerschützen und Kivelingsfeste filmisch erfasst, Kunstschulprojekte gefilmt und Tanzwerkstätten begleitet. Als einziger Mann durfte er mit seiner Kamera das multikulturelle Kochtreffen des Vereins „Frauen helfen Frauen“ begleiten. Die Internationalen Feste der Puppen, die Weihnachts- und Jugendtheaterproduktionen der Spielbühne und des TPZ, die Konzerte der Chorwerkstatt gehörten zu seinen filmischen Herausforderungen. Vor allem aber war Harald Lorenz der Chronist der Welt-Kindertheater-Feste.

Die Sammlung von Hunderten von Filmen bildet nicht nur die Lingen gezeigten Produktionen ab, sondern dokumentiert die einzigartige Entwicklung der kulturellen Sparte seit 1990. Lorenz hinterlässt der Nachwelt eine Fülle von Material von großer Bedeutung.

Schule Juskivzi ist das Schwerpunktprojekt 2020

Nachdem der Freundeskreis in den vergangenen Jahren die Schule in Juskivzi bereits bei verschiedenen Maßnahmen / Sanierungen

unterstützt hat, (siehe Projektewollen wir in 2020 versuchen, diese Hilfe fortzusetzen.

Die Gemeinde Juskivzi und die Stadt Lanivtsi möchten gerne die Außenwände des Gebäudes isolieren.

Diese sinnvolle Maßnahme ist nicht nur aus Gründen des Umweltschutzes, sondern auch für den Erhalt der Schule wichtig. 

Wie bei allen vorherigen Arbeiten, möchten wir ca. 1/3 (10000 - 15000 Euro) der Gesamtkosten mit Spendengeld finanzieren.

Durch unsere Kontrollen und Auszahlung von Teilbeträgen je nach Baufortschritt, können wir gewährleisten, dass das Spendengeld   

ordnungsgemäß eingesetzt wird. Die Schule mit ihren ca. 250 Kindern, ist schon jetzt eine Vorzeigeschule in der Region.

Der Freundeskreis hofft, mit Hilfe vieler Spenderinnen und Spender, das Projekt zu einem guten Abschluß zu bringen.

 

Fleissige Helferinnen in der Ukraine

Zweiter Hilfstransport 2019 in die Ukraine

Der DRK Ortsverband Elbergen und der Freundeskreis der Ukrainefahrer haben ihren zweiten Hilfstransport in diesem Jahr,

auf die Reise in die Ukraine geschickt. Der ukrainische LKW ist ohne Probleme am 11.11.19 in Ternopil angekommen und entladen worden. 

Empfänger der Hilfsgüter, die aus ca. 60 Rollatoren, einigen Betten und 700 Kartons mit Kleidung, Schuhe usw. besteht,

ist das ukrainische Rote Kreuz in Ternopil.

Die Bezirksleiterin wird die Sachen auf einige Kreisverbände verteilen, die sonst wenige oder gar keine Hilfsgüter bekommen.  

Der Transport war eigentlich schon für Mitte Oktober geplant, wurde aber zurückgestellt, weil die Transportkosten zu hoch waren.

Auch jetzt liegen die Kosten noch über denen aus den vorigen Jahren bzw. über denen im Juni. 

Der Freundeskreis wird sich darum Gedanken machen, wie und ob solche Transporte noch durchgeführt werden können.

Der Schwerpunkt unserer Aktivitäten kann sonst nur das Einwerben von Spendengeldern sein, welches für die Projekte sehr nötig ist,

weil die von uns betreuten Projekte erhalten und in Betrieb bleiben müssen, zum Wohle der Menschen in Juskivzi und Lanivtsi.     

Private Besuchergruppe aus Lingen in Juskivzi und Lanivtsi

Auf Initative der beiden Stadtratsmitglieder Martin Koopmann und Josef Heskamp, besuchte eine Gruppe aus Lingen das Dorf Juskivzi in der West-Ukraine.

Die Teilnehmer waren überrascht von den Gegensätzen in dem Land und das innerhalb von nur rund 100 km.

Übernachtet wurde in dem Hotel Ternopil, in der gleichnamigen Stadt.

Diese Stadt hat schon fast einen westlichen Flair und zeigt die eine Seite der Entwicklung der Ukraine.  Die andere, landwirtschaftlich geprägte Seite, zeigte ein Bild,

mit zum Teil größter Armut. Es war aber auch hier zu sehen, dass u.a. auch mit der fast 30 jährigen Hilfe des Freundeskreises, eine gute Entwicklung in diesem Gebiet 

in Gang gesetzt wurde.

Die Sozialstationen in Lanivtsi und Juskivzi gehören mit zu den Besten in der Region. In der Schule Juskivzi muss zwar noch einiges investiert werden, sie ist aber

auf einem guten Weg zum Vorzeigeobjekt in der Region zu werden. Das Krankenhaus in Lanivtsi ist fast komplett mit Betten aus Lingen und Umgehung ausgestattet.

Weil in der Ukraine gravierende Reformen in Gang sind, wird es sicherlich nicht einfach, dass Krankenhaus zu erhalten.

Der Besuch beim Bürgermeister Mykhaylo Kutran in Juskivzi zeigte einen kleinen Einblick in den Arbeitsalltag, aber auch privat, wie die Aufgaben eines hauptamtlichen Bürgermeisters in einer kleinen Gemeinde von rund 1000 Einwohnern aussehen. Der Unterschied zur Kreisstadt Lanivtsi, mit seiner Administration, ist schon gewaltig.

Die Lebensweise ukrainischer Familien konnte bei den Besuchen zweier Familien kennengelernt werden. Überwältigend, wie überall, die große Gastfreundschaft.

Alle Teilnehmer der Fahrt waren sich einig, dass die Hilfe des Freundeskreises schon viel bewirkt hat, es aber noch weiterer Anstrengungen bedarf,

einen einigermaßen akzeptablen Lebensstandard der Menschen zu erreichen.

Dazu sind nicht nur Hilfsgüter sondern vor allem auch Geldspenden erforderlich.

Alle Teilnehmer konnten sich davon überzeugen, dass die bisherigen Spendengelder sehr sinnvoll eingesetzt wurden. Durch die jährliche Kontrolle vor Ort

ist gewährleistet, dass die Spenden ordnungsgemäß eingesetzt werden.

Hilfsgüterverteilung im August 2019 nach Freigabe durch den ukrainischen Zoll

 

Engagement seit Jahrzehnten

   Emsbürener Heinrich Humbert erhält Verdienstkreuz am Bande

   Von Heinz Krüssel

 

Emsbüren. Neuer Träger des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ist seit Montag Heinrich Humbert aus Emsbüren-Elbergen.

 

 


Groß war die Freude bei (von links) Bernhard Overberg, Gertrud und Heinrich Humbert sowie Reinhard Winter über die Verleihung des Verdienstordens am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Foto: Heinz Krüssel

 

In einer Feierstunde im Rathaus Emsbüren heftete der emsländische Landrat Reinhard Winter im Beisein vieler Gäste und Wegbegleiter den Orden

im Auftrag von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dem neuen Ordensträger ans Revers. 

 

 

 

Den Orden heftete Landrat Reinhard Winter (rechts) dem verdienten Mitbürger ans Revers. Foto: Heinz Krüssel

 

John F. Kennedy habe einmal gesagt: „Einen Vorsprung im Leben hat, wer da anpackt, wo die anderen erst einmal reden.“ Winter fand, dass sich dieses Zitat wunderbar auf das Emsland und seine Menschen anwenden lasse. Und zu dem Menschenschlag gehöre eindeutig auch Heinrich Humbert. An ihn gerichtet sagte Winter: Sie sind einer derjenigen, die sich nicht fragen, was die Gesellschaft für Sie tut. Ihre Fragen lauten vielmehr: Was kann ich für die Gesellschaft tun? Was kann ich für diejenigen Menschen tun, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen?

Dieses Verständnis habe bei Humbert immer im Mittelpunkt der ehrenamtlichen Arbeit gestanden, so der Landrat. Winter zählte die vielfältigen Betätigungsfelder auf, die Humbert in mehreren Jahrzehnten für das Gemeinwohl übernommen habe und die die hohe Auszeichnung rechtfertigen würden. Die Bürger in der Region würden seit 30 Jahren das große Engagement im sozialen und humanitären Bereich kennen. Mit großer Umsicht

Als langjähriges Mitglied im Deutschen Roten Kreuz (DRK) und als Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Elbergen setze Humbert sich seit Jahrzehnten intensiv ein. Er habe maßgeblich die Planung und den Bau ausreichender Räume für das DRK initiiert. „Die vielfältigen und umfangreichen Aktivitäten des Ortsvereins wie Kocheinsätze, Blutspendetermine, Sanitätsdienste, Altkleidersammlungen leiten Sie mit großer Umsicht, Fachkenntnis und langjähriger Erfahrung“, würdigte der Landrat. Das DRK betreut unter Humberts Leitung seit einigen Jahren auch Unterkünfte für geflüchtete Menschen. Winter sagte:

Man möchte sagen: Der DRK-Ortsverein ist Ihr Baby.Humbert war zudem lange Jahre im Vorstand des ehemaligen DRK-Kreisverbandes Lingen. Seit dem Zusammenschluss der Kreisverbände Aschendorf-Hümmling, Meppen und Lingen im Jahr 2010 zum DRK-Kreisverband Emsland wirkt er als Beisitzer im Präsidium mit. Mit viel persönlichem Einsatz fördere Heinrich Humbert zudem die Hilfsgütertransporte in die Ukraine, so Winter. In mehr als 25 Jahren sei dort wertvolle Hilfe für soziale und kulturelle Hilfe geleistet worden.

Auch im Sport engagiert

Als erster Gratulant trat Bürgermeister Bernhard Overberg ans Mikrofon, der Humberts weiteres Engagement in Elbergen unterstrich. So sei er seit 25 Jahren Vorsitzender der Sportgemeinschaft und habe maßgeblich an der Gründung der Tennisabteilung mitgewirkt. Anerkennung zollte der Bürgermeister auch Ehefrau Gertrud, die ihn in all den Jahren beispielhaft unterstützt habe. Abschließend stellte der Bürgermeister unter dem Beifall der Gäste fest:

Emsbüren freut sich, dass wir einen neuen Verdienstordenträger in unseren Reihen haben.

Humbert zeigte sich sichtlich gerührt. Bis vor zehn Minuten habe er gar nicht gewusst, dass er selber im Mittelpunkt stehen würde, „deshalb habe ich auch keine Dankesrede vorbereitet“. Dennoch wolle er ausdrücklich seiner Familie und vielen Wegbegleitern Danke sagen. Ein Punkt liege ihm aber doch noch am Herzen: Vor vielen Jahren habe er die Aktion ,Hilfe für Simon' für den an Leukämie erkrankten Simon aus Emsbüren mitorganisiert. Es seien damals in einer beispielhaften Gemeinschaftsleitung rund 1,2 Millionen DM an Spendengelder gesammelt worden und über 10 000 Menschen hätten sich typisieren lassen. Leider sei Simon an seiner schweren Krankheit gestorben.

 

HilfsgüterDer Hilfstransport 2019 ist ohne Probleme beendet worden.

Der Freundeskreis der Ukrainefahrer und der DRK Ortsverein Elbergen haben wieder ein Jahr lang Hilfsgüter gesammelt.

Es wurden rund 11 Tonnen an Bekleidung, Schuhe, Bettwäsche, Rollstühle und Pflegebetten nach Laniwzi in die Ukraine gebracht.

Der LKW konnte ohne Probleme die Grenzen überqueren und in den Zollhof nach Ternopil fahren.

Nach Prüfung der Unterlagen wurden Sachen in der Sozialstation in Laniwzi eingelagert. Wenn der Zoll die Hilfsgüter freigegeben hat,

können diese von den Mitarbeiterinnen in Laniwzi und der Sozialstation Juskivzi an die Bevölkerung verteilt werden.

Besonders dankbar waren die Mitarbeiterinnen vom Karl-Joseph-Lange-Haus (MSC) in Laniwzi, weil durch unsere Spendengelder

zwei Stellen für ein Jahr finanziert werden konnten. (jeweils 1600 €) Der ukrainische Staat hat vor 4 Jahren die

Finanzierung der dieser Stellen eingestellt.  

Durch unsere Hilfe ist einigermaßen gesichert, dass die Hilfsbedürftigten weiterhin betreut werden können.

 

 

 

Welche Schule in Lingen oder dem Emsland, möchte einen Briefkontakt mit einer Schule in Juskivzi, West-Ukraine, aufnehmen?

 

 Pressemitteilung der Stadt Lingen   12. Dezember 2018

  

Vorbildliches, bürgerschaftliches Engagement: Verdienstkreuz am Bande für Hinrikus Ude

 

Lingen. Eine besondere Ehre wurde Hinrikus Ude zuteil: Oberbürgermeister Dieter Krone überreichte ihm im Namen des Bundespräsidenten das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Mit dieser hohen Auszeichnung wurde das außergewöhnliche und jahrzehntelange Engagement Udes im Bereich der humanitären Hilfe, insbesondere im „Freundeskreis der Ukrainefahrer“, in der Kommunalpolitik sowie in der Schornsteinfeger-Innung Osnabrück-Emsland gewürdigt. „Mit Deinem Elan, Deiner Kompetenz und Deiner Zielstrebigkeit hast Du viel erreicht. Du hast dem bürgerschaftlichen Engagement in unserer Stadt ein Gesicht gegeben“, hob Oberbürgermeister Krone in seiner Laudatio hervor.

 

Im Bereich der humanitären Hilfe engagiert Hinrikus Ude sich seit rund 25 Jahren im „Freundeskreis der Ukrainefahrer“. Der Freundeskreis unterstützt mit Sach- und Geldspenden das ukrainische Dorf Juskivzi im Landkreis Lanivzi. Als verantwortlicher Organisator, Sprecher und „Motor des Freundeskreises habe Ude etliche der bereits 38 durchgeführten Transporte in die Ukraine organisiert und selbst begleitet, berichtete Krone. „Mit Deinem persönlichen Einsatz sorgst Du dafür, dass die Hilfe dort vor Ort ankommt, wo sie dringend benötigt wird“, betonte der Oberbürgermeister. Von der Unterstützung des Freundeskreises profitieren insbesondere ein Kindergarten, eine Schule und eine Sozialstation in Juskivzi sowie das Kreiskrankenhaus und das mit Hilfe des DRK Kreisverbandes Emsland eingerichtete Medico- Sozialzentrum in Lanivzi.

 

„Immer wieder hast Du viel Fingerspitzengefühl dabei bewiesen, die Personen zusammenzuführen, zu leiten und gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen“, zollte Krone Hinrikus Ude seinen Respekt und verwies auf die logistischen Herausforderungen der Hilfsgütertransporte. Von Kleidung über Medikamente bis hin zu Krankenhausbetten und Einsatzkleidung für die Feuerwehr – im Laufe der Jahre hat der Freundeskreis Hilfsgüter im Wert von mehr als einer Million Euro in die Ukraine gebracht. Darüber hinaus sind Geldspenden eingesammelt worden, um beispielsweise den Betrieb der beiden Sozialstationen aufrechtzuerhalten oder ein neues Dach und eine Heizung für die Schule zu finanzieren. „Du hast eine immens wertvolle Hilfe für die Menschen in der Ukraine geleistet und dazu beigetragen, die Not, die dort leider noch herrscht, zu lindern“, machte Krone deutlich. Die Teilnahme der Bürgermeister aus Juskivzi und Lanivzi an der Ordensverleihung zeige, wie hoch das Ansehen Udes dort sei und welch großer Respekt ihm entgegengebracht werde.

 

Neben der Ukrainehilfe engagierte Ude sich in der Kommunalpolitik. So war er 25 Jahre lang Mitglied im Ortsrat Bramsche und zehn Jahre im Lingener Stadtrat vertreten. In zahlreichen Gremien, wie dem Sportausschuss, dem Werksausschuss Wirtschaftsbetriebe oder dem PBA, hat Ude u.a. auch als Vorsitzender bzw. stellvertretender Vorsitzender aktiv an der politischen Meinungsbildung und Weiterentwicklung der Stadt mitgewirkt. „Verantwortungsbewusstsein, Fairness und Sachlichkeit waren für Dich dabei immer selbstverständlich“, beschrieb Oberbürgermeister Krone das Wirken des Lokalpolitikers. Für sein großes Engagement wurde Ude 2012 zum Ehrenmitglied des Ortsrates Bramsche ernannt.

 

Im berufsständischen Bereich machte sich Hinrikus Ude in der Schornsteinfeger-Innung stark. Nachdem der gebürtige Ostfriese zunächst in Ostfriesland aktiv war, trat er 1982 in die Schornsteinfeger-Innung Osnabrück-Emsland ein und ist dort bis heute Mitglied. Acht Jahre lang war Ude Schriftführer, bis er 1997 zum stellvertretenden Obermeister und 2002 schließlich zum Obermeister ernannt wurde. Während seiner fünfjährigen Zeit als Obermeister war Ude auch als Beisitzer im Vorstand des Landesinnungsverbandes Niedersachsen vertreten. „Auch dieses große Engagement ist nicht selbstverständlich und wurde Dir hoch angerechnet. So wurdest Du 2007 dafür mit der goldenen Ehrennadel der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland ausgezeichnet und zum Ehrenobermeister ernannt“, blicke Krone zurück.

 

Einen besonderen Dank sprach Krone in seiner Laudatio der Ehefrau von Hinrikus Ude aus, die ihrem Mann immer den Rücken gestärkt und hinter ihm gestanden habe. Auf diese Unterstützung ging auch Ude in seinen Dankesworten ein. Er erklärte, dass er diese Auszeichnung seiner Familie widme. Er habe seiner Ehefrau nach dem Umzug nach Lingen eigentlich versprochen, keine Ehrenämter zu übernehmen. „Vielleicht hätte ich auch einmal nein sagen sollen“, sagte Ude mit einem Augenzwinkern. Aber alle übernommenen Aufgaben hätten ihm immer großen Spaß gemacht. Er dankte seinen Weggefährten und vor allem den Ukrainefahrern. Die Ukrainehilfe zeige, wie Geschichte aufgearbeitet werden könne und trage dazu bei, Vorbehalte zu überwinden und Freundschaften zu knüpfen. Einen besonderen Dank sprach er abschließend den weit gereisten Gästen aus der Ukraine aus. Diese hatten eine 24-stündige Anreise auf sich genommen, um an der Ordensverleihung teilzunehmen. „Eure Herzlichkeit spornt uns Ukrainefahrer an, weiterzumachen“, sagte Ude.


Der zweite Hilfstransport 2018 für Lanivtsi und Juskivzi

 

Lingen, den 08.11.2018

 

Bernhard Neuhaus verstorben

 

Heute haben wir die traurige Nachricht erhalten, dass unser Mitbegründer Bernhard Neuhaus, am 5.11.2018 verstorben ist.
Mit Bernhard verlieren wir eine Person, die nicht nur die Ukrainehilfe mit ins Leben gerufen hat, sondern auch bis zum Schluß
mit ganzem Herzen versucht hat, den Menschen in Juskivci zu helfen.

Ein besonderes Anliegen war ihm der letzte ehemalige Zwangsarbeiter Wasili Ratuschko, genannt Franz. 

Nach Franz seinem Tod unterstützte er dessen Enkelin Nadja.
  
Wir werden Bernhard Neuhaus immer in Ehren Gedenken und nie vergessen, was er uns und den Menschen in Juskivci Gutes getan hat.
  
Hinrikus Ude   

https://www.noz.de/lokales/lingen/artikel/1581963/zum-tod-von-bernd-neuhaus-in-vielfaeltiger-weise-um-lingen-verdient-gemacht

Verteilung der Hilfsgüter Juni 2018

Hilfstransport 2018 in der Ukraine angekommen

Der diesjährige Hilfstransport führte vom 1.6. bis 9.6.2018 wieder nach Juskivzi und Lanivzi in der Westukraine.

Es wurden 10 Tonnen Hilfsgüter (692 Karton + Betten und andere Hilfsgüter) auf einem ukrainischen LKW befördert.

Die Sachen wurden in der Sozialstation in Lanivzi eingelagert und werden in Kürze vom ukrainischen Zoll zur Verteilung freigegeben. Um eine größtmögliche Verteilung zu gewährleisten, bekommt der Kreisverband des ukrainschen Roten Kreuzes in Lanivzi 377 Karton, das Krankenhaus in Lanivzi 27 Karton und die Sozialstaion in Lanivzi 60 Karton mit Hilfsgütern. 

Für das Dorf Juskivzi sind 228 Kartons bestimmt. 

Die Erneuerung der Heizungsanlage in der Schule, der Kindergarten in Juskivzi, sowie das Gehalt für zwei Krankenschwesternstellen im MSC Lanivzi wurden mit Spendengeldern unterstützt.

 

Erstmalig in 27 Jahren nahmen 5 Tischtennisspieler der SG Bramsche / SUS Darme an der Fahrt teil

und absolvierten 2 Freundschaftsspiele.

 

Die ukrainischen Freunde waren begeistert über diese Art der Völkerverständigung. Es wurde abgemacht, dass es nicht die letzte Begnung gewesen sein soll.

 

Bei dem Treffen mit der Leiterin des Ukrainischen Roten Kreuzes (URK) in Ternopil, Olexandra Bryhadyr, die für 17 Kreisverbände verantwortlich ist, wartete sie für Hinrikus Ude mit einer Überraschung auf.

Der Präsident des URK hatte ihm im Jahr des 100-jährigen Bestehens des URK die höchste Auszeichnung für ausländische Unterstützer verliehen. Ude nahm diese stellvertretend für alle bisher über 90 Teilnehmer von Hilfsgütertransporten entgegen.

26.3.2018, Heizkörper für die Schule Juskivzi

Bürgerpreis 2017 für unser Freundeskreismitglied Alfons Acker


Alfons Acker und OB Dieter Krone

14.12.2017        Unserem Freundeskreismitglied Alfons Acker und der Lingener Tafel herzlichen Glückwunsch

zur Verleihung des Bürgerpreises der Stadt Lingen (Ems)     

Link zum Bericht der Lingener Tagespost:  

 https://www.noz.de/lokales/lingen/artikel/993667/buergerpreis-geht-an-alfons-acker-und-lingener-tafel#gallery&0&1&993667

Ukrainischer Abend

 

 

 

  

 

 

im

 

   im Gasthof Schotte, Estringen

 

Danke für die Unterstützung

 21.11.2017

Besuch in der Plattenkiste am 6. Juni 2017


v.l.: Michael Thürnau, Hajo Wiedorn, Hinrikus Ude, Alfons Acker

Der diesjährige Hilfstransport mit einem 40 Tonner LKW

erreicht am 15.5.2017 Laniwzi