Hilfsgüterverteilung im August 2019 nach Freigabe durch den ukrainischen Zoll

 

Engagement seit Jahrzehnten

   Emsbürener Heinrich Humbert erhält Verdienstkreuz am Bande

   Von Heinz Krüssel

 

Emsbüren. Neuer Träger des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ist seit Montag Heinrich Humbert aus Emsbüren-Elbergen.

 

 


Groß war die Freude bei (von links) Bernhard Overberg, Gertrud und Heinrich Humbert sowie Reinhard Winter über die Verleihung des Verdienstordens am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Foto: Heinz Krüssel

 

In einer Feierstunde im Rathaus Emsbüren heftete der emsländische Landrat Reinhard Winter im Beisein vieler Gäste und Wegbegleiter den Orden

im Auftrag von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dem neuen Ordensträger ans Revers. 

 

 

 

Den Orden heftete Landrat Reinhard Winter (rechts) dem verdienten Mitbürger ans Revers. Foto: Heinz Krüssel

 

John F. Kennedy habe einmal gesagt: „Einen Vorsprung im Leben hat, wer da anpackt, wo die anderen erst einmal reden.“ Winter fand, dass sich dieses Zitat wunderbar auf das Emsland und seine Menschen anwenden lasse. Und zu dem Menschenschlag gehöre eindeutig auch Heinrich Humbert. An ihn gerichtet sagte Winter: Sie sind einer derjenigen, die sich nicht fragen, was die Gesellschaft für Sie tut. Ihre Fragen lauten vielmehr: Was kann ich für die Gesellschaft tun? Was kann ich für diejenigen Menschen tun, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen?

Dieses Verständnis habe bei Humbert immer im Mittelpunkt der ehrenamtlichen Arbeit gestanden, so der Landrat. Winter zählte die vielfältigen Betätigungsfelder auf, die Humbert in mehreren Jahrzehnten für das Gemeinwohl übernommen habe und die die hohe Auszeichnung rechtfertigen würden. Die Bürger in der Region würden seit 30 Jahren das große Engagement im sozialen und humanitären Bereich kennen. Mit großer Umsicht

Als langjähriges Mitglied im Deutschen Roten Kreuz (DRK) und als Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Elbergen setze Humbert sich seit Jahrzehnten intensiv ein. Er habe maßgeblich die Planung und den Bau ausreichender Räume für das DRK initiiert. „Die vielfältigen und umfangreichen Aktivitäten des Ortsvereins wie Kocheinsätze, Blutspendetermine, Sanitätsdienste, Altkleidersammlungen leiten Sie mit großer Umsicht, Fachkenntnis und langjähriger Erfahrung“, würdigte der Landrat. Das DRK betreut unter Humberts Leitung seit einigen Jahren auch Unterkünfte für geflüchtete Menschen. Winter sagte:

Man möchte sagen: Der DRK-Ortsverein ist Ihr Baby.Humbert war zudem lange Jahre im Vorstand des ehemaligen DRK-Kreisverbandes Lingen. Seit dem Zusammenschluss der Kreisverbände Aschendorf-Hümmling, Meppen und Lingen im Jahr 2010 zum DRK-Kreisverband Emsland wirkt er als Beisitzer im Präsidium mit. Mit viel persönlichem Einsatz fördere Heinrich Humbert zudem die Hilfsgütertransporte in die Ukraine, so Winter. In mehr als 25 Jahren sei dort wertvolle Hilfe für soziale und kulturelle Hilfe geleistet worden.

Auch im Sport engagiert

Als erster Gratulant trat Bürgermeister Bernhard Overberg ans Mikrofon, der Humberts weiteres Engagement in Elbergen unterstrich. So sei er seit 25 Jahren Vorsitzender der Sportgemeinschaft und habe maßgeblich an der Gründung der Tennisabteilung mitgewirkt. Anerkennung zollte der Bürgermeister auch Ehefrau Gertrud, die ihn in all den Jahren beispielhaft unterstützt habe. Abschließend stellte der Bürgermeister unter dem Beifall der Gäste fest:

Emsbüren freut sich, dass wir einen neuen Verdienstordenträger in unseren Reihen haben.

Humbert zeigte sich sichtlich gerührt. Bis vor zehn Minuten habe er gar nicht gewusst, dass er selber im Mittelpunkt stehen würde, „deshalb habe ich auch keine Dankesrede vorbereitet“. Dennoch wolle er ausdrücklich seiner Familie und vielen Wegbegleitern Danke sagen. Ein Punkt liege ihm aber doch noch am Herzen: Vor vielen Jahren habe er die Aktion ,Hilfe für Simon' für den an Leukämie erkrankten Simon aus Emsbüren mitorganisiert. Es seien damals in einer beispielhaften Gemeinschaftsleitung rund 1,2 Millionen DM an Spendengelder gesammelt worden und über 10 000 Menschen hätten sich typisieren lassen. Leider sei Simon an seiner schweren Krankheit gestorben.

 

HilfsgüterDer Hilfstransport 2019 ist ohne Probleme beendet worden.

Der Freundeskreis der Ukrainefahrer und der DRK Ortsverein Elbergen haben wieder ein Jahr lang Hilfsgüter gesammelt.

Es wurden rund 11 Tonnen an Bekleidung, Schuhe, Bettwäsche, Rollstühle und Pflegebetten nach Laniwzi in die Ukraine gebracht.

Der LKW konnte ohne Probleme die Grenzen überqueren und in den Zollhof nach Ternopil fahren.

Nach Prüfung der Unterlagen wurden Sachen in der Sozialstation in Laniwzi eingelagert. Wenn der Zoll die Hilfsgüter freigegeben hat,

können diese von den Mitarbeiterinnen in Laniwzi und der Sozialstation Juskivzi an die Bevölkerung verteilt werden.

Besonders dankbar waren die Mitarbeiterinnen vom Karl-Joseph-Lange-Haus (MSC) in Laniwzi, weil durch unsere Spendengelder

zwei Stellen für ein Jahr finanziert werden konnten. (jeweils 1600 €) Der ukrainische Staat hat vor 4 Jahren die

Finanzierung der dieser Stellen eingestellt.  

Durch unsere Hilfe ist einigermaßen gesichert, dass die Hilfsbedürftigten weiterhin betreut werden können.

 

 

 

Die Ukraine hat einen neuen Präsidenten, hier seine Antrittsrede:

 

https://ukraine-nachrichten.de/antrittsrede-pr%C3%A4sident-wolodymyr-selenskyj_4910

Welche Schule in Lingen oder dem Emsland, möchte einen Briefkontakt mit einer Schule in Juskivzi, West-Ukraine, aufnehmen?

 Pressemitteilung der Stadt Lingen   12. Dezember 2018

  

Vorbildliches, bürgerschaftliches Engagement: Verdienstkreuz am Bande für Hinrikus Ude

 

Lingen. Eine besondere Ehre wurde Hinrikus Ude zuteil: Oberbürgermeister Dieter Krone überreichte ihm im Namen des Bundespräsidenten das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Mit dieser hohen Auszeichnung wurde das außergewöhnliche und jahrzehntelange Engagement Udes im Bereich der humanitären Hilfe, insbesondere im „Freundeskreis der Ukrainefahrer“, in der Kommunalpolitik sowie in der Schornsteinfeger-Innung Osnabrück-Emsland gewürdigt. „Mit Deinem Elan, Deiner Kompetenz und Deiner Zielstrebigkeit hast Du viel erreicht. Du hast dem bürgerschaftlichen Engagement in unserer Stadt ein Gesicht gegeben“, hob Oberbürgermeister Krone in seiner Laudatio hervor.

 

Im Bereich der humanitären Hilfe engagiert Hinrikus Ude sich seit rund 25 Jahren im „Freundeskreis der Ukrainefahrer“. Der Freundeskreis unterstützt mit Sach- und Geldspenden das ukrainische Dorf Juskivzi im Landkreis Lanivzi. Als verantwortlicher Organisator, Sprecher und „Motor des Freundeskreises habe Ude etliche der bereits 38 durchgeführten Transporte in die Ukraine organisiert und selbst begleitet, berichtete Krone. „Mit Deinem persönlichen Einsatz sorgst Du dafür, dass die Hilfe dort vor Ort ankommt, wo sie dringend benötigt wird“, betonte der Oberbürgermeister. Von der Unterstützung des Freundeskreises profitieren insbesondere ein Kindergarten, eine Schule und eine Sozialstation in Juskivzi sowie das Kreiskrankenhaus und das mit Hilfe des DRK Kreisverbandes Emsland eingerichtete Medico- Sozialzentrum in Lanivzi.

 

„Immer wieder hast Du viel Fingerspitzengefühl dabei bewiesen, die Personen zusammenzuführen, zu leiten und gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen“, zollte Krone Hinrikus Ude seinen Respekt und verwies auf die logistischen Herausforderungen der Hilfsgütertransporte. Von Kleidung über Medikamente bis hin zu Krankenhausbetten und Einsatzkleidung für die Feuerwehr – im Laufe der Jahre hat der Freundeskreis Hilfsgüter im Wert von mehr als einer Million Euro in die Ukraine gebracht. Darüber hinaus sind Geldspenden eingesammelt worden, um beispielsweise den Betrieb der beiden Sozialstationen aufrechtzuerhalten oder ein neues Dach und eine Heizung für die Schule zu finanzieren. „Du hast eine immens wertvolle Hilfe für die Menschen in der Ukraine geleistet und dazu beigetragen, die Not, die dort leider noch herrscht, zu lindern“, machte Krone deutlich. Die Teilnahme der Bürgermeister aus Juskivzi und Lanivzi an der Ordensverleihung zeige, wie hoch das Ansehen Udes dort sei und welch großer Respekt ihm entgegengebracht werde.

 

Neben der Ukrainehilfe engagierte Ude sich in der Kommunalpolitik. So war er 25 Jahre lang Mitglied im Ortsrat Bramsche und zehn Jahre im Lingener Stadtrat vertreten. In zahlreichen Gremien, wie dem Sportausschuss, dem Werksausschuss Wirtschaftsbetriebe oder dem PBA, hat Ude u.a. auch als Vorsitzender bzw. stellvertretender Vorsitzender aktiv an der politischen Meinungsbildung und Weiterentwicklung der Stadt mitgewirkt. „Verantwortungsbewusstsein, Fairness und Sachlichkeit waren für Dich dabei immer selbstverständlich“, beschrieb Oberbürgermeister Krone das Wirken des Lokalpolitikers. Für sein großes Engagement wurde Ude 2012 zum Ehrenmitglied des Ortsrates Bramsche ernannt.

 

Im berufsständischen Bereich machte sich Hinrikus Ude in der Schornsteinfeger-Innung stark. Nachdem der gebürtige Ostfriese zunächst in Ostfriesland aktiv war, trat er 1982 in die Schornsteinfeger-Innung Osnabrück-Emsland ein und ist dort bis heute Mitglied. Acht Jahre lang war Ude Schriftführer, bis er 1997 zum stellvertretenden Obermeister und 2002 schließlich zum Obermeister ernannt wurde. Während seiner fünfjährigen Zeit als Obermeister war Ude auch als Beisitzer im Vorstand des Landesinnungsverbandes Niedersachsen vertreten. „Auch dieses große Engagement ist nicht selbstverständlich und wurde Dir hoch angerechnet. So wurdest Du 2007 dafür mit der goldenen Ehrennadel der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland ausgezeichnet und zum Ehrenobermeister ernannt“, blicke Krone zurück.

 

Einen besonderen Dank sprach Krone in seiner Laudatio der Ehefrau von Hinrikus Ude aus, die ihrem Mann immer den Rücken gestärkt und hinter ihm gestanden habe. Auf diese Unterstützung ging auch Ude in seinen Dankesworten ein. Er erklärte, dass er diese Auszeichnung seiner Familie widme. Er habe seiner Ehefrau nach dem Umzug nach Lingen eigentlich versprochen, keine Ehrenämter zu übernehmen. „Vielleicht hätte ich auch einmal nein sagen sollen“, sagte Ude mit einem Augenzwinkern. Aber alle übernommenen Aufgaben hätten ihm immer großen Spaß gemacht. Er dankte seinen Weggefährten und vor allem den Ukrainefahrern. Die Ukrainehilfe zeige, wie Geschichte aufgearbeitet werden könne und trage dazu bei, Vorbehalte zu überwinden und Freundschaften zu knüpfen. Einen besonderen Dank sprach er abschließend den weit gereisten Gästen aus der Ukraine aus. Diese hatten eine 24-stündige Anreise auf sich genommen, um an der Ordensverleihung teilzunehmen. „Eure Herzlichkeit spornt uns Ukrainefahrer an, weiterzumachen“, sagte Ude.

Der zweite Hilfstransport 2018 für Laniwzi und Juskivzi

 

Lingen, den 08.11.2018

 

Bernhard Neuhaus verstorben

 

Heute haben wir die traurige Nachricht erhalten, dass unser Mitbegründer Bernhard Neuhaus, am 5.11.2018 verstorben ist.
Mit Bernhard verlieren wir eine Person, die nicht nur die Ukrainehilfe mit ins Leben gerufen hat, sondern auch bis zum Schluß
mit ganzem Herzen versucht hat, den Menschen in Juskivci zu helfen.

Ein besonderes Anliegen war ihm der letzte ehemalige Zwangsarbeiter Wasili Ratuschko, genannt Franz. 

Nach Franz seinem Tod unterstützte er dessen Enkelin Nadja.
  
Wir werden Bernhard Neuhaus immer in Ehren Gedenken und nie vergessen, was er uns und den Menschen in Juskivci Gutes getan hat.
  
Hinrikus Ude   

https://www.noz.de/lokales/lingen/artikel/1581963/zum-tod-von-bernd-neuhaus-in-vielfaeltiger-weise-um-lingen-verdient-gemacht

Verteilung der Hilfsgüter Juni 2018

Hilfstransport 2018 in der Ukraine angekommen

Der diesjährige Hilfstransport führte vom 1.6. bis 9.6.2018 wieder nach Juskivzi und Lanivzi in der Westukraine.

Es wurden 10 Tonnen Hilfsgüter (692 Karton + Betten und andere Hilfsgüter) auf einem ukrainischen LKW befördert.

Die Sachen wurden in der Sozialstation in Lanivzi eingelagert und werden in Kürze vom ukrainischen Zoll zur Verteilung freigegeben. Um eine größtmögliche Verteilung zu gewährleisten, bekommt der Kreisverband des ukrainschen Roten Kreuzes in Lanivzi 377 Karton, das Krankenhaus in Lanivzi 27 Karton und die Sozialstaion in Lanivzi 60 Karton mit Hilfsgütern. 

Für das Dorf Juskivzi sind 228 Kartons bestimmt. 

Die Erneuerung der Heizungsanlage in der Schule, der Kindergarten in Juskivzi, sowie das Gehalt für zwei Krankenschwesternstellen im MSC Lanivzi wurden mit Spendengeldern unterstützt.

 

Erstmalig in 27 Jahren nahmen 5 Tischtennisspieler der SG Bramsche / SUS Darme an der Fahrt teil

und absolvierten 2 Freundschaftsspiele.

 

Die ukrainischen Freunde waren begeistert über diese Art der Völkerverständigung. Es wurde abgemacht, dass es nicht die letzte Begnung gewesen sein soll.

Bei dem Treffen mit der Leiterin des Ukrainischen Roten Kreuzes (URK) in Ternopil, Olexandra Bryhadyr, die für 17 Kreisverbände verantwortlich ist, wartete sie für Hinrikus Ude mit einer Überraschung auf. Der Präsident des URK hatte ihm im Jahr des 100-jährigen Bestehens des URK die höchste Auszeichnung für ausländische Unterstützer verliehen. Ude nahm diese stellvertretend für alle bisher über 100 Teilnehmer von Hilfsgütertransporten entgegen.

26.3.2018, Heizkörper für die Schule Juskivzi

Bürgerpreis 2017 für unser Freundeskreismitglied Alfons Acker


Alfons Acker und OB Dieter Krone

14.12.2017        Unserem Freundeskreismitglied Alfons Acker und der Lingener Tafel herzlichen Glückwunsch

zur Verleihung des Bürgerpreises der Stadt Lingen (Ems)     

Link zum Bericht der Lingener Tagespost:  

 https://www.noz.de/lokales/lingen/artikel/993667/buergerpreis-geht-an-alfons-acker-und-lingener-tafel#gallery&0&1&993667

Ukrainischer Abend

 

 

  

 

 

im

 

   im Gasthof Schotte, Estringen

 

Danke für die Unterstützung

 21.11.2017

Besuch in der Plattenkiste am 6. Juni 2017


v.l.: Michael Thürnau, Hajo Wiedorn, Hinrikus Ude, Alfons Acker

Der diesjährige Hilfstransport mit einem 40 Tonner LKW erreicht am 15.5.17 Laniwzi