Mann der ersten Stunde gestorben

Unser langjähriger Wegbegleiter und Freund  Martin Hermes  ist am 28. Mai 2022 gestorben.  Martin gehörte vom ersten Tag an zum „Freundeskreis der Ukrainefahrer“.	Schon den ersten Hilfsgütertransport im Februar 1992 hat er begleitet, und seitdem viele weitere Transporte. Solange es ihm seine Gesundheit erlaubte, war er mit Begeisterung dabei. Dank seiner handwerklichen Fähig- keiten konnte er bei Problemen mit den Kraftfahrzeugen meistens sehr schnell für die Behebung von Schäden sorgen. So war er in vielen schwierigen Situationen eine große Hilfe.  Immer zu einem Scherz aufgelegt sorgte er auch für gute Laune im Team, was bei vielen Grenzübertritten half, die oftmals erheblichen Wartezeiten zu verkürzen.  Wir werden Martin als treuen Freund in Erinnerung behalten.

Unser langjähriger Wegbegleiter und Freund

 

Martin Hermes

 

ist am 28. Mai 2022 gestorben.

 

Martin gehörte vom ersten Tag an zum „Freundeskreis der Ukrainefahrer“. Schon den ersten Hilfsgütertransport im Februar 1992 hat er begleitet, und seitdem viele weitere Transporte. Solange es ihm seine Gesundheit erlaubte, war er mit Begeisterung dabei. Dank seiner handwerklichen Fähigkeiten konnte er bei Problemen mit den Kraftfahrzeugen meistens sehr schnell für die Behebung von Schäden sorgen. So war er in vielen schwierigen Situationen eine große Hilfe.

 

Immer zu einem Scherz aufgelegt sorgte er auch für gute Laune im Team, was bei vielen Grenzübertritten half, die oftmals erheblichen Wartezeiten zu verkürzen.

 

Wir werden Martin als treuen Freund in Erinnerung behalten.

Eine neue Städtepartnerschaft Lingen - Lanivtsi !!

Trauer um Alexander Stang

 

Der „Freundeskreis der Ukrainefahrer“ trauert um einen treuen Weggefährten.

 

Alexander Stang aus Lingen ist am 14.02.2022 gestorben. Er wurde nur 72 Jahre alt.

 

Die Ukrainehilfe verliert mit Alexander Stang einen wertvollen Helfer. Aufgrund seiner Sprachkenntnisse hat er dem Freundeskreis als Dolmetscher gute Dienste geleistet und auch persönlich Besuche in die Ukraine begleitet.

 

Seine große Hilfsbereitschaft und sein freundliches Wesen haben ihn zu einem beliebten Kameraden gemacht.

 

Die Mitglieder des „Freundeskreises der Ukrainefahrer“ werden Alexander in guter Erinnerung behalten.

Unsere Aktion 1.833 Bäume für Lanivtsi

 

Seit nunmehr 30 Jahren unterstützt eine kleine Gruppe aus Lingen und Umgebung das Dorf Juskivzi und die Kreisstadt Lanivtsi im Westen der Ukraine. Während des 2. Weltkrieges waren 83 junge Männer im Eisenbahnausbesserungswerk in Lingen zur Zwangsarbeit gezwungen worden.


Im Jahre 1991 besuchten zwei der ehemaligen Zwangsarbeiter die Stadt Lingen. Nach den Berichten dieser beiden alten Männer entschlossen sich einige Lingener, deren Heimatorte zu unterstützen. Seither haben mehr als 45 Transporte mit Spenden in den Rayon (Landkreis) Lanivtsi stattgefunden.

Aus vielen Gesprächen vor Ort hat nun der Freundeskreis der Ukrainefahrer erfahren, dass in Lanivtsi im Jahre 1942 ein jüdisches Ghetto      errichtet wurde.

Am 13. und 14. August 1942 ermordeten die Deutschen und ukrainischen Wachleute dort insgesamt 1.833 Menschen,

die dann in 2 Massengräbern verscharrt wurden.

 

Zur, im Jahre 2022 anstehenden 80. Wiederkehr dieser Ereignisse, hat es sich der Freundeskreis zum Ziel gesetzt,

genau 1.833 Bäumen pflanzen zu lassen.

 

Die Bäume sollen in der Ukraine gekauft und, wenn möglich, von jungen Männern aus Lingen gepflanzt werden.

Neben dem Gedenken an dieses unvorstellbare Massaker wird durch diese Aktion auch ein Beitrag zum Naturschutz geleistet.

 

Wer diese einmalige Aktion unterstützen möchte kann das mit einer Spende von 5 Euro je Baum tun.

 

 

 Spendenkonto  bei der Stadt Lingen (Ems):

 

Volksbank Lingen  

 

IBAN:  DE41 2666 0060 1100 9438 00    

 

 BIC:   GENODEF1LIG  

         

Bitte das Stichwort:   "Ukrainehilfe"   angeben!!

 

Besuch des jüdischen Friedhofs mit den Massengräbern in Lanivtsi

Mit der Bürgermeisterin Anja Usik  besuchten wir den jüdischen Friedhof. Wir hatten davon gehört, dass vor ausgehobenen Massengräbern am 13./14.  August 1942 insgesamt 1.833 jüdische Personen, davon 42 aus Lanivtsi, erschossen und  getrennt nach Männer und Frauen und Kinder in zwei Massengräbern verscharrt wurden.          

                                            

Im rechten Massengrab wurden die Frauen und Kinder und im linken die Männer verscharrt. Wir waren entsetzt. Vor dem Erschießen hatten die Ermordeten in unmittelbarer Nähe in einem Ghetto/Lager gehaust. Das befand sich übrigens an dem Platz, wo sich jetzt u.a. das modern eingerichtete und zuvor von uns besuchte Bürgerbüro befindet.

Eine in der Nachbarschaft des Friedhofs lebende Frau hatte unseren Friedhofsbesuch bemerkt und war zu uns gekommen.

                                                   

Sie berichtete darüber, dass ihr Großvater früher Friedhofswärter des jüdischen Friedhofes war. Tief erschüttert und beeindruckt verließen wir das Friedhofsgelände.

Nach der Rückkehr in Lingen wurden Recherchen zum Holocaust in Lanivtsi angestellt und einige Informationen im Internet gefunden.  

1940 war das Gebiet um Lanivtsi Teil der Sowjetunion und wurde 1941 von Nazi-Deutschen überfallen, wobei die Besetzung am 3. Juli desselben Jahres begann.

Mit Hilfe ukrainischer Wachen schufen die Deutschen in Lanowce (jetzt Lanivtsi) ein jüdisches Ghetto, in dem Juden als Zwangsarbeiter arbeiteten. 1942 wurden Juden aus benachbarten Dörfern transportiert und dort eingesperrt.

Vom 13. bis 14. August 1942 erschossen die Deutschen und Ukrainer insgesamt 1.833 Juden neben offenen Gruben, wo sie in Massengräbern begraben wurden. Nur wenige überlebten den Holocaust. 

 

Moshe Rosenberg, einer dieser Überlebenden berichtet in einem Buch im Kapitel 2 über den Lanowitz-Holocaust und seine Folgen auf den Seiten 313-328 zum Thema „im Ghetto Lanowitz von Anfang bis zur Liquidierung. Auszugsweise heißt es darin:                                                                                                                                             

„Im Juni 1941 packten die russischen Behörden ihre Koffer und kehrten nach Russland zurück. Die sowjetische Garnison, die übrig blieb, hielt die Stadt für einige Tage und zog sich dann nach Osten zurück. Während ihres Rückzugs verirrten sich die Soldaten und kehrten aus Richtung Bielozurka in unsere Stadt zurück. Die deutsche Armee umzingelte die Garnison. Lanowitz wurde zum Schlachtfeld. Die Schießerei dauerte viele Stunden an, wobei die Bewohner in unmittelbarer Gefahr waren. Danach ergab sich die Garnison und der Frieden kehrte in die Stadt zurück.

Eine Gruppe von 3 deutschen Panzern traf zunächst ein. Die Panzer kletterten auf den Hügel, wo sich die Pravoslavic Church befindet. Die ukrainischen Bewohner kamen heraus, um die neuen Eroberer zu sehen. Sie fühlten instinktiv, dass es wünschenswert ist, freundschaftliche Beziehungen zum deutschen Zug zu entwickeln. Zu diesem Zweck nahm jemand ein Grammophon heraus und begann mitten auf der Straße Musik zu spielen. Das Grammophon wurde auf einen der Panzer gelegt und spielte populäre Musik.

Am nächsten Morgen breiteten sich die Soldaten durch die Stadt auf der Suche nach Nahrung für ihren Zug und ihre Pferde aus. Die Soldaten drangen in alle jüdischen Häuser ein und entfernten Säcke mit Getreide, Gemüse, Mehl und Gerste. Es gab Fälle, in denen Soldaten Juden zwangen, diese Lebensmittel in ihr Lager zu bringen. Es war nicht die Lebensmittelbeschlagnahmung selbst, sondern die Art und Weise, wie sie durchgeführt wurde, die uns in die Nazi-Mentalität einführte.

Nach einer Woche zog die Armee ab. Hochrangige Nazi-Beamte kamen in Privatautos an und fuhren wieder weg. Eine kleine Anzahl deutscher Beamter blieb übrig, um die lokale Regierung zu organisieren. Es ist erwähnenswert, dass diese Beamten zu Beginn die lokalen Juden nicht misshandelt haben. Hier und da wurde ein bärtiger Jude angepöbelt und sein Bart abgeschnitten. Das erste Opfer war Michael der Schmied. Sein Bart wurde vom Bajonett eines Soldaten geschoren. Ansonsten beschränkten sich die deutschen Beamten darauf, Slogans wie "Russische Kaput", "Juden kaput", "Polen sind kaput", aber Ukrainer sind "gut" auszusprechen“.

Im Abschnitt „in Lanowitz wird ein Ghetto errichtet heißt es:  Nach den Hohen Feiertagen 1941 kursierte in Lanowitz das Gerücht, dass die deutschen Behörden ein Ghetto für die dortigen Juden errichten werden. Das erste Haus, das nach diesem Plan abgerissen wurde, war das Haus von Asher Fogel. In diesem Fall ließen die Behörden das alte Haus stehen, rissen aber den neuen Teil ab, der später hinzugefügt wurde. Jüdische Arbeiter begannen das Projekt, indem sie einen 3-4 Meter hohen Zaun um das geplante Gelände errichteten. Das Rohmaterial für den Zaun stammte aus jüdischen Häusern, die seine Bewohner verließen, als sie zusammen mit ihren sowjetischen Arbeitgebern aus der Stadt flohen. Mit der Errichtung des Zauns nahm die Dimension des Ghettos Gestalt an. Zu Beginn des Monats Februar 1942 wurde eine Stadtverordnung verlesen, die allen jüdischen Bewohnern befahl, innerhalb von 2-3 Tagen in das definierte Ghetto übergesiedelt zu werden. Neben Lanowitzer Bewohnern beherbergte das Ghetto auch die Juden von Bielozurka und Katburg, kleine Weiler in der Nähe, sowie Flüchtlinge aus dem deutschbesetzten Polen, die im Lanowitzer Gebiet landeten. Die Synagoge stand aufgrund ihrer heutigen Nutzung nicht mehr unter der Kontrolle der jüdischen Gemeinde.

 

Auszugsweise heißt es unter der Überschrift „Die Konzentration der Lanowitzer Juden im Ghetto“  Zwei Tage vor Purim 1942 wurden alle Juden von Lanowitz in das Ghetto gepfercht. Die Tore des Ghettos waren geschlossen und wurden von ukrainischen Polizisten bewacht. Die gesamte Existenz und der soziale Kontakt des Juden beschränkten sich auf das kleine Gebiet des Ghettos. Viele Fälle von Raubüberfällen auf Juden ereigneten sich in der Zeit vor der Errichtung des Ghettos. Deutsche Beamte entwickelten Methoden mit Lösegeld, um wohlhabende Juden von Silber- und Goldgegenständen zu entlasten. Dies geschah offiziell, durch die Verhaftung, dann Freilassung einer Person gegen eine Geldstrafe.

 

Und unter Hunger und Tod im Ghetto: Im Laufe der Zeit hungerten viele Ghettobewohner, einige starben an Hunger. Die Aufgabe des Judenrats, seine Bewohner zu versorgen, wurde von Woche zu Woche schwieriger. Der Judenrat war auch verpflichtet, Arbeitskräfte für bestimmte von den deutschen Behörden geforderte öffentliche Arbeitsprojekte zur Verfügung zu stellen. Diejenigen, die einer Arbeitsbrigade zugeteilt waren, erhielten einen Laib Brot, eine wichtige Verlockung, sich freiwillig für einen solchen Auftrag zu melden. Als jedoch das Nahrungsmittelangebot abnahm, musste der Judenrat den Lebensmittelanreiz reduzieren. Man muss anerkennen, dass dieses Ghetto ca. 2000 Einwohner hatte. Der Hunger hing über dem Ghetto. Kinderkörper wurden aufgebläht. Kinder starben in Anwesenheit ihrer Eltern. Der weit verbreitete Hunger schuf eine Atmosphäre der Hoffnungslosigkeit. Die deutschen und ukrainischen Behörden verweigerten die Erlaubnis, unsere Toten auf dem jüdischen Friedhof außerhalb der Ghettomauern zu begraben. Deshalb mussten wir unsere Toten irgendwo im Ghetto begraben. Wer von Massengräbern spricht, die aus nachfolgenden Liquidationsaktionen in den verschiedenen Städten der Westukraine und anderswo resultierten, vergisst, dass wir aufgrund der oben genannten Ablehnung und des andauernden Hungers gezwungen waren, zusätzliche Massengräber innerhalb des Ghettos anzulegen. Jeden Tag sammelten wir die Toten von Hand ein und beseitigten die rituellen Reinigungsverfahren, die zuvor von der Chevrah Kadishah [jüdische Bestattungsgesellschaft] durchgeführt wurden. Wir würden die Toten in Mini-Massengräbern irgendwo im Ghetto begraben. Hin und wieder wurde die Erlaubnis erteilt, eine Person auf unserem Friedhof zu begraben. In solchen Fällen hatten wir nicht die Kraft, den Leichnam die volle Entfernung zu unserem Friedhof zu tragen. Stattdessen luden wir den Leichnam oder die Leichen auf den einzigen Wagen, den wir im Ghetto hatten. Dieser Wagen wurde von einem armen, hungrigen Pferd gezogen. Ich kann mich nicht erinnern, die Hinterbliebenen während dieser Bestattungsprozeduren weinen zu sehen. Die Quelle unserer Tränen war zu dieser Zeit versiegt. Wir waren apathisch, hungrig und wollten nicht mehr leben.

Ich erinnere mich an signifikantes Weinen bei nur einer Beerdigung. Es war die Beerdigung des Sohnes von Aharon Mehlman und Raisel Weisman. Das Kind war 12 Jahre alt. Er und andere Kinder spielten im Hof von Rabbi Ahareli. Der Kinderhut fiel in den Pool. Das Kind bückte sich, um seinen Hut zu holen, fiel dabei in den Pool und ertrank. Wir alle weinten bei der Beerdigung, um darauf hinzuweisen, dass dieser nutzlose Tod aus einer anderen Ursache als dem unvermeidlichen Hunger oder der Krankheit stammte.

Das Ghetto dauerte 1/2 Jahr. In dieser Zeit hungerten wir und verloren dabei jede Hoffnung für die Zukunft. Die Juden, mit denen ich in Kontakt kam, verhielten sich wie Gefangene, die auf ihre Todesurteile warteten. Sie verloren den Willen, Dinge zu diskutieren, auf ein besseres Morgen zu hoffen. Sie scheinen Angst zu haben zu sprechen, damit sie nicht die Leere in ihren Herzen offenbaren. Sie scheinen das Entgegenkommen des Todes und der Unvermeidlichkeit zu spüren. Sie hatten keine Angst vor dem Tod, aber sie fürchteten den Prozess des Wartens darauf.

Der schlimmste Aspekt dieses Gefühls der Depression war der Verlust des Glaubens. Orthodoxe Juden, die in der Vergangenheit für ihren starken Glauben bekannt waren, hörten auf zu beten, zumindest in der Öffentlichkeit. Nur wenige beteten weiterhin in der Privatsphäre ihrer Häuser. Einige weitere hielten weiterhin Gebetstreffen im Haus von Rabbi Ahareli ab. Der Rabbi selbst betete nicht.

 

Unter der Überschrift „Ghetto-Liquidation“ heißt es unter anderem: Am Samstag vor dem des Monats Elul 1942 [ca. September] bemerkten wir plötzlich eine große Bewegung ukrainischer Polizisten und vieler deutscher Polizisten mit wilden Hunden. Ihre Hunde waren beängstigend und zogen ständig an der Leine, um ihre Ziele anzugreifen. Wir befürchteten das Schlimmste. Wir warteten auf den nächsten Befehl der deutschen Behörden. Ein Ring dieser Polizisten, die Tag und Nacht im Umkreis patrouillierten, versiegelte hermetisch das Ghetto. Wir wussten, dass dies unser Ende war. In den letzten 5 Tagen hörten wir Berichte von ukrainischen Arbeitern, die große Gruben aushoben. Uns wurde gesagt, dass Hunderte von Männern in dieser Aufgabe beschäftigt waren, und viele Pferdepaare. Über diese Details wurden wir am zweiten Tag der Grabungstätigkeit informiert. Drei schreckliche Tage vergingen. Unsere Männer und Frauen waren plötzlich beunruhigt über die Spannung, die das Ereignis erzeugte. Die psychische Anspannung war unerträglich. Die Menschen rannten ohne jeden Zweck hin und her. Sie wollten fliehen, wussten aber, dass Flucht unmöglich war, dass ihre Welt eine geschlossene war. Die deutschen Behörden haben aufgehört, auf uns zu achten. Die ukrainischen Milizionäre betrachteten uns als Körper, die kein Leben mehr hatten, deren Bewegungen für sie nur ein Ärgernis waren. Sie wollten, dass wir sie bei ihrer bevorstehenden wichtigen Aufgabe, der Befreiung von ihren jüdischen Mitbürgern, nicht belästigen.

Vielleicht, weil ich als Junge stark war und der Wunsch zu leben bei mir blieb, habe ich mich mit meinem Schicksal nicht zufrieden geben. Stattdessen beschloss ich, zu fliehen. um mich selbst zu retten. Auch ich rannte hin und her. Ich konnte meinen Plan niemandem erklären.          Irgendwie gelang mir die Flucht nach Burshchiska.

Alle Ghettobewohner wurden unter schwerer Bewachung von Milizen und Hunden auf den neuen Friedhof gebracht. Alle wurden zum Friedhofswagen-Parkplatz geführt. Dort mussten sie sich ausziehen. Die Ghettobewohner wurden nach Geschlecht und Alter getrennt.

Männer, Frauen und Kinder wiederum standen vor den großen Gruben und wurden aus nächster Nähe erschossen.

 

Im dem Buch berichtet auch Meir Becker, ein anderer Überlebender unter   

 

„Die Geschichte eines Kindes über die Ghetto-Schließung: Am 2. August 1942 wurden die Tore des Ghettos geschlossen. Niemand konnte gehen. Wir standen vier Tage lang unter einer Ausgangssperre, ohne zu wissen, was sein wird. Wir hörten periodische Schießereien. Jede Schießerei tötete wahrscheinlich einen Juden. Um 8.00 Uhr wurde uns befohlen, unter schwerer Bewachung zum jüdischen Friedhof zu ziehen. Zwei große Gruben waren zuvor vorbereitet worden.

Die ukrainischen Wachen platzierten die Männer neben der ersten Grube und die Frauen und Kinder neben der zweiten Grube. Die Männer mussten sich vor den Augen ihrer Frauen und Kinder ausziehen. Als sie nackt waren, wurde ihnen befohlen, sich vor die Grube zu stellen. Auf Befehl schossen die Ukrainer und Deutschen auf sie, und sie fielen in die Grube. Als nächstes taten sie dasselbe mit den Frauen und Kindern. Während dies geschah, schlich ich mich in das hohe Weizenfeld in der Nähe. Ich entkam und hörte Schüsse hinter mir.

 

Eine Partnerschaft der Herzen

Weihnachts- und Neujahrsgrüße

Januar 2021

30 Jahre Partnerschaft zwischen Lingen und Juskivzi

Wie auch ohne eine formelle Vereinbarung eine langjährige Partnerschaft entstehen kann, zeigt das Beispiel zwischen der Stadt Lingen

und dem Dorf Juskivzi. 

Mitte des Jahres 1941 wurden 20 junge Männer aus dem Dorf Juskivzi von den Nazis verschleppt. Sie kamen, wie viele weitere Menschen,

als Zwangsarbeiter nach Lingen in das Reichsbahnausbesserungswerk. Es begann für sie eine ungewisse Zukunft.

Die jungen Männer wussten nicht, dass sie in Juskivzi und ihren anderen  Heimatdörfern einem Massaker der Nazis entkommen waren.

Ein Jahr nach ihrer Verschleppung ermordeten die Deutschen,  am 13. und 14. August 1942,  1833 ukrainische Menschen in einem Ghetto

der Kreisstadt Lanivtsi. Es handelte sich fast ausnahmslos um jüdische Mitbürger aus den Dörfern um Lanivtsi.

Unter den Zwangsarbeitern in Lingen befanden sich auch Wasili Ratuschko und Prokop Schafaruk. Sie wurden von dem Vater der Familie Peters, der als Werkmeister im RAW Lingen arbeitete, so gut wie es eben ging liebevoll betreut. Die jungen Zwangsarbeiter hatten außerhalb ihrer Arbeitszeit Familienanschluss bei der Familie Peters.

Im RAW hatte Wasili Ratuschko viele Kontakte mit Klemens Melcher, dessen Sohn im Krieg war. Klemens Melcher nannte Wasili "Franz", weil er ihn an seinen Sohn Franz erinnerte. Prokop wurde von ihm "Marian" genannt.

Nach Kriegsende 1945 bestand ein ständiger Briefkontakt zwischen "Franz" und der Familie Heinz Peters, dem Sohn von Werkmeister Peters im RAW.

Dieser Briefkontakt führte dazu, dass die Ehefrau von Heinz, Frau Cilli Peters, sie arbeitete im Rathaus, einen Wunsch von Franz und Marian an den damaligen Oberstadtdirektor Karl-Heinz Vehring weitergab. Der Wunsch der beiden ehemaligen Zwangsarbeiter, einmal an ihre alte Wirkungsstätte zurückzukehren, wurde spontan von der Verwaltungsspitze und den politischen Verantwortlichen erfüllt.

So kam es am 24. Juni 1991 zu einem Wiedersehen ihrer alten Wirkungsstätte. Wasili Ratuschko und Prokop Schafaruk befanden sich in Begleitung von Wasili‘s Nichte, Natalja, und deren Ehemann Viktor Maximljuk.

Die Aussagen über die Verhältnisse in Juskivzi veranlassten Oberbürgermeister Bernhard Neuhaus, einen Hilfstransport in die Ukraine unter der Regie des DRK Kreisverbandes Lingen und dessen damaligem Geschäftsführer Karl-Joseph Lange durchzuführen.

Die Hilfsbereitschaft in Lingen war enorm. Neben vielen Einzelspenden halfen besonders die Firma Erwin Müller und die Sektion "De olle Cord" des Bürgerschützenvereins. Die Firma Adrett stellte große Mengen gebrauchter Krankenhauskleidung zur Verfügung. Die Stadt Lingen unterstützte und unterstützt bis heute die Hilfstransporte und lädt außerdem in unregelmäßigen Abständen Bürgerinnen und Bürger aus Juskivzi ein.

Der erste Transport in die Ukraine startete am 7. Februar 1992 mit 8 Teilnehmern. Die Fahrt war so beeindruckend, dass sich sofort ein zweiter im Oktober anschloss.

Inzwischen wurden 45 Fahrten organisiert, an denen sich 95 Bürger aus Lingen und Umgebung beteiligten. Die Beteiligten sagen bis heute, wir können glücklich sein, dass wir in einem freien, friedlichen Land, mit großem Wohlstand bedacht, wohnen dürfen und sind gerne bereit, anderen Menschen davon etwas abzugeben.

Die Bevölkerung in Juskivzi und Umgebung wurde bisher mit ca. 360 Tonnen Hilfsgütern unterstützt. Die Betten im Krankenhaus Lanivtsi sind fast alle gespendet. In Lanivtsi wird eine Sozialstation des ukrainischen Roten Kreuzes durch Spenden und Unterstützung des DRK unterhalten. Die Sozialstation und die Schule in Juskivzi werden ebenfalls mit Spenden unterstützt. All dieses gilt es, zusammen mit unseren ukrainischen Freunden, zu erhalten.

   

Die Herzlichkeit der Menschen war und ist immer ein überwältigendes Erlebnis. Anfang der neunziger Jahre konnte man bei der Verteilung der Hilfsgüter gelegentlich die Skepsis in der Bevölkerung erleben. Vor allem die alten Menschen hatten die Kriegserlebnisse nicht vergessen. Jetzt nach fast 30 Jahren ist davon nichts mehr zu spüren.

Geändert haben sich auch die Lebensbedingungen insgesamt in der Ukraine. Sie haben keinen westlichen Standard, vor allem auf dem Land herrscht noch größte Armut.

Die Menschen ernähren sich von dem, was auf ihren Äckern wächst und den paar Tieren, die sie halten. In den größeren Städten kann man ohne Probleme seinen Urlaub verbringen. Die Korruption wird vom Staat mit allen Mitteln bekämpft. In Lanivtsi, der Kreisstadt, und Juskivzi, hat ein Generationswechsel stattgefunden. Die jungen Verwaltungsspitzen versuchen möglichst schnell, eine Stadt nach europäischem Muster zu gestalten. 

Im Jahre 2016, das Jahr des 25 jährigen Bestehens der Kontakte, stattete erstmalig eine Besuchergruppe aus Lingen der Umgebung von Lanivtsi und Juskivzi einen Besuch ab. Es folgte 2019 eine Sportlergruppe. 

Leider sind durch den Krieg im Osten der Ukraine und durch die Pandemie die wirtschaftlichen Probleme wieder schlimmer geworden.

Der Freundeskreis der Ukrainefahrer Lingen hofft, dass sich die Bedingungen für die Kontakte bald wieder verbessern. Vielleicht erfüllt sich auch

der Wunsch der Schülerinnen und Schüler der Schule Juskivzi, nach einem Briefkontakt mit einer Lingener Schule. Sie hätten es verdient.

 

Diese Partnerschaft der  Herzen sollte auch weiterhin Bestand haben. Die 45 Gruppen haben bisher mehr, wenn auch nur in einem kleinen begrenzten Rahmen, für die Völkerverständigung getan, als es die "große" Politik es je kann.   

 

 

CORONAZAHLEN STEIGEN  Hilfsgüter aus Lingen sind in der Ukraine angekommen

Von Carsten van Bevern

 

Lingen 14.11.2020

Auch in der Ukraine gibt es wieder mehr Corona-Infizierte.   So musste in der vom Freundeskreis der Ukrainefahrer seit Jahren unterstützten Ortschaft Juskivzi erst jüngst wieder eine Klasse geschlossen werden. Mit Mühe konnten jetzt aber aus Lingen gelieferte Masken und Hilfsgüter verteilt werden.

 

Bereits vor einigen Monaten hatte der Freundeskreis Listen für einen Hilfsgütertransport in die Ukraine geschickt - schließlich kam die Nachricht mit der Genehmigung der Hilfsgüter. "Kurzfristig gelang es, einen Lkw für den Hilfstransport in die Ukraine zu bekommen. Das war auch gut, denn unser Lager in Elbergen war voll. Und aufgrund der genehmigten Listen durften wir auch keine zusätzlichen Spenden mehr annehmen", erklärte das langjährige Freundeskreismitglied Hinrikus Ude. 

 

 

Eine kleine Gruppe vom Ortsverein Elbergen  des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und des Freundeskreises machten sich schließlich daran, den Lkw mit insgesamt elf Tonnen Hilfsgütern zu beladen. Nach gut drei Stunden war die Arbeit unter Federführung des "Packmeisters" Reinhold Diekamp reibungslos erledigt. Somit konnte der ukrainische Lkw auf die rund 1600 Kilometer lange Reise geschickt werden. Aufgrund der Pandemie war eine Begleitung durch Mitglieder des Freundeskreises - wie sonst üblich - allerdings nicht möglich.  

Nach Erledigung aller Zollangelegenheiten in Ternopil ging es anschließend weiter in der Kreisstadt Lanivtsi. Die Belegschaft vom ukrainischen Roten Kreuz, des dortigen MSC, hat schließlich trotz aller Corona-Beschränkungen in kürzester Zeit die Sachen verteilt. Bedient wurden die Menschen und die Schule in Juskivzi sowie  das Krankenhaus und das MSC in Lanivtsi. Größtenteils waren es bei diesem Transport Kleidungsgegenstände. Ude ergänzte: "Dazu konnten wir gute Pflegebetten für das Krankenhaus, sowie Tische und Stühle für die Schule in Juskivzi mitgeben."

 

Inzwischen sind beim Freundeskreis viele Dankesworte angekommen. "Alle hoffen auf eine baldige Besserung der jetzigen Situation, weil vieles von dem bisher Erreichten durch die Pandemie wieder einen Rückschlag erlitten hat. Wir bedanken uns auf jeden Fall bei allen Spendern für die bisherige Unterstützung", freute sich Ude über den Verlauf der Aktion.  

Der Freundeskreis bittet auch weiterhin um Geldspenden. "Mit dem Geld können wir in Juskivzi das Bestehen unserer Projekte gewährleisten. Gerne würde der Freundeskreis auch dem Krankenhaus in Lanivtsi mit einer kleineren Spende die Reparatur von drei Beatmungsgeräten ermöglichen." Auch gibt es laut Ude nach dem Transport im Lager in Elbergen wieder freie Kapazitäten: "Wir können also wieder Spenden annehmen. Unsere Bitte ist aber, möglichst wirklich gute Sachen abzugeben. In den letzten beiden Jahren hatten wir öfter das Problem, dass auch kaputte Sachen gespendet worden sind." Abgeben kann man die Sachen beim DRK Ortsverband Elbergen oder bei Hinrikus Ude und Alfons Acker in Bramsche.

Zuvor waren bereits mehrere Pakete mit Schutzmasken in die Ukraine geschickt worden.

Die Transportkosten werden dabei von der Stadt Lingen übernommen. Beim Freundeskreis fallen somit keine Kosten für Logistik oder Verwaltung an. "Wir sind stolz darauf, dass wir garantieren können, dass Spendengelder zu 100 Prozent auch vor Ort in der Ukraine ankommen", berichtet Ude.

Seit dem Zerfall der Sowjetunion Ende 1991 unterstützen die Mitglieder des Freundeskreises die Menschen in der Region Lanivtsi und im Dorf Juskivzi in der Westukraine. Entstanden ist diese Verbindung, da junge Männer aus dieser Region in der Zeit des Zweiten Weltkriegs im Lingener Reichsbahnausbesserungswerk Zwangsarbeit leisten mussten und auch nach Kriegsende Kontakte ins Emsland pflegten.

Ihre Spende für unsere Hilfsprojekte in der Ukraine

        Unser Spendenkonto bei der

 

         Stadt Lingen

 

                Volksbank Lingen

 

            IBAN:  DE 41 2666 0060 1100 9438 00

 

                  BIC:  GENODEF1LIG

 

           Stichwort:  "Ukrainehilfe"

FÜNFUNDVIERZIGSTER (45) Hilfstransport mit 11 Tonnen Hilfsgüter in der Ukraine (Lanivtsi) angekommen

Hilfstransport auf dem Weg in die Ukraine

Den Ukrainefreunden ist es gelungen, kurzfristig einen LKW für einen Hilfstransport in die Ukraine zu ordern. 

Die Listen der zu transportierenden Hilfsgüter sind bereits durch die ukrainischen Behörden genehmigt. 

 

Das Lager in Elbergen war nicht nur voll, sondern es konnten auch, aufgrund der genehmigten Listen,

keine zusätzlichen Spenden mehr angenommen werden.

 

Eine kleine Gruppe des DRK OV Elbergen und des Freundeskreises machte sich am Freitag daran, den LKW mit

11 Tonnen Hilfsgütern zu beladen. 

Nach 3 Stunden war die Arbeit erledigt. Unter Federführung des "Packmeisters" Reinhold Diekamp, ist das Beladen reibungslos vonstatten gegangen.

Der Freundeskreis der Ukrainefreunde, bedankt sich bei allen Spenderinnen und Spendern, sowie allen Unterstützern. 

 

Die Hilfstransporte sind immer mit einem hohen logistischen Aufwand und erheblichen Kosten verbunden.

 

Um die Spendengelder für Projekte und soziale Zwecke einsetzen zu können, ist es wichtig, Unterstützer

für die Logistikkosten zu finden.

Hier sind wir der Stadt Lingen und dem DRK Kreisverband,  zu großem Dank verpflichtet. 

 

Der Freundeskreis bittet aber auch weiterhin um Geldspenden. Mit dem Spendengeld können wir in Juskivzi viel erreichen

und das Bestehen unserer Projekte gewährleisten.

 

 

 

 


Wir haben die Nachricht erhalten, dass unser Freundeskreismitglied, Gerd Hofschröer, verstorben ist. Gerd hat das Projekt MSC in Lanivtsi, wesentlich mitgestaltet. Der Innenausbau war für ihn eine Herzensangelegenheit.
Wir sind Gerd Hofschröer zu großem Dank verpflichtet.

Lingener Tagespost vom 20.8.2020

GELD AUF FLOHMARKT ERWIRTSCHAFTET       Haselünner Kitas spenden 1250 Euro für die Ukrainehilfe

 

Haselünne. Der gemeinsame Flohmarkt der Vitus-Kita Sonnenschein und des St. Ursula Kindergarten in Haselünne im März war ein großer Erfolg. Die beiden Betreuungseinrichtungen haben durch den Verkauf von Selbstgebasteltem, Sachspenden von Eltern und sogar eigenem Spielzeug der Kinder eine stolze Summe eingenommen.

Etwa die Hälfte davon, 1.250 Euro, soll für wohltätige Zwecke eingesetzt werden, heißt es in einer Pressemitteilung. Durch die Corona-Pandemie verzögert, konnte nun die Übergabe des Geldes in Form eines symbolischen Schecks an Vertreter des DRK durchgeführt werden. Christof Witschen, Vorstand des DRK Kreisverbandes Emsland und Heinz Humbert, erster Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Elbergen, nahmen die Spende dankbar entgegen. Das Geld fließt in die Ukrainehilfe und soll im Ort Juskovzy für die Sanierung der örtlichen Schule und des Kindergartens eingesetzt werden.

Die „Ukrainehilfe“ ist ein seit 1992 bestehendes Gemeinschaftsprojekt vom Freundeskreis der Ukrainefahrer Lingen, der Stadt Lingen und des DRK, durchgeführt vom Ortsverein Elbergen. Die Verbindung zwischen Lingen und der Gemeinde Juskovzy ist durch 86 junge Männer entstanden, die im Zweiten Weltkrieg im Eisenbahnausbesserungswerk Zwangsarbeit verrichtet hatten. 1991 haben zwei ehemalige Zwangsarbeiter Kontakt aufgenommen und nach gegenseitigen Besuchen ist die Ukrainehilfe entstanden, in dessen Rahmen bisher über 40 Hilfstransporte von Lingen in die Ukraine auf den Weg gebracht worden sind.

Der Flohmarkt der Vitus-Kita Sonnenschein und des St. Ursula Kindergarten in der Pastor-Franz-Brauer-Straße war im März nach dem Prinzip „zahle einfach was du möchtest“ abgelaufen. Verkauft und "knallhart verhandelt" haben die Kinder selber. Jedes Kind hat zudem zwei eigene Spielzeuge für den Verkauf dazugegeben, sodass die Spende an das DRK dem schönen Grundsatz „von Kindern für Kinder“ folgt.

01.08.2020 - Die Hilfsgüter aus dem Transport vom November, konnten jetzt verteilt werden

Welche Schüler oder Schülerinnen aus Lingen und Umgebung, möchten einen Mail- bzw. Briefkontakt mit Kindern oder Jugendlichen in einer Schule in Juskivzi, West-Ukraine, aufnehmen?

Erstkontakt durch die Lehrerinnen:    Anja Usik, Juskivzi,  Mail:   Ussichka@i.ua    

 

                                               und       Olga Denysink, Lanivtsi,   Mail:  denysinkolga@ukr.net

 

Planung 2020

Nachdem der Freundeskreis in den vergangenen Jahren die Schule in Juskivzi bereits bei verschiedenen Maßnahmen / Sanierungen

unterstützt hat, (siehe Projekte)  wollen wir in 2020 versuchen, diese Hilfe fortzusetzen.

Die Gemeinde Juskivzi und die Stadt Lanivtsi möchten gerne die Außenwände des Gebäudes isolieren.

Diese sinnvolle Maßnahme ist nicht nur aus Gründen des Umweltschutzes, sondern auch für den Erhalt der Schule wichtig. 

Wie bei allen vorherigen Arbeiten, möchten wir ca. 1/3 (10000 - 15000 Euro) der Gesamtkosten mit Spendengeld finanzieren.

Durch unsere Kontrollen und Auszahlung von Teilbeträgen je nach Baufortschritt, können wir gewährleisten, dass das Spendengeld   

ordnungsgemäß eingesetzt wird. Die Schule mit ihren ca. 250 Kindern, ist schon jetzt eine Vorzeigeschule in der Region.

Der Freundeskreis hofft, mit Hilfe vieler Spenderinnen und Spender, das Projekt zu einem guten Abschluß zu bringen.

 

Fleissige Helferinnen in der Ukraine

Zweiter Hilfstransport 2019 in die Ukraine

Der DRK Ortsverband Elbergen und der Freundeskreis der Ukrainefahrer haben ihren zweiten Hilfstransport in diesem Jahr,

auf die Reise in die Ukraine geschickt. Der ukrainische LKW ist ohne Probleme am 11.11.19 in Ternopil angekommen und entladen worden. 

Empfänger der Hilfsgüter, die aus ca. 60 Rollatoren, einigen Betten und 700 Kartons mit Kleidung, Schuhe usw. besteht,

ist das ukrainische Rote Kreuz in Ternopil.

Die Bezirksleiterin wird die Sachen auf einige Kreisverbände verteilen, die sonst wenige oder gar keine Hilfsgüter bekommen.  

Der Transport war eigentlich schon für Mitte Oktober geplant, wurde aber zurückgestellt, weil die Transportkosten zu hoch waren.

Auch jetzt liegen die Kosten noch über denen aus den vorigen Jahren bzw. über denen im Juni. 

Der Freundeskreis wird sich darum Gedanken machen, wie und ob solche Transporte noch durchgeführt werden können.

Der Schwerpunkt unserer Aktivitäten kann sonst nur das Einwerben von Spendengeldern sein, welches für die Projekte sehr nötig ist,

weil die von uns betreuten Projekte erhalten und in Betrieb bleiben müssen, zum Wohle der Menschen in Juskivzi und Lanivtsi.     

Private Besuchergruppe aus Lingen in Juskivzi und Lanivtsi

Auf Initative der beiden Stadtratsmitglieder Martin Koopmann und Josef Heskamp, besuchte eine Gruppe aus Lingen das Dorf Juskivzi in der West-Ukraine.

Die Teilnehmer waren überrascht von den Gegensätzen in dem Land und das innerhalb von nur rund 100 km.

Übernachtet wurde in dem Hotel Ternopil, in der gleichnamigen Stadt.

Diese Stadt hat schon fast einen westlichen Flair und zeigt die eine Seite der Entwicklung der Ukraine.  Die andere, landwirtschaftlich geprägte Seite, zeigte ein Bild,

mit zum Teil größter Armut. Es war aber auch hier zu sehen, dass u.a. auch mit der fast 30 jährigen Hilfe des Freundeskreises, eine gute Entwicklung in diesem Gebiet 

in Gang gesetzt wurde.

Die Sozialstationen in Lanivtsi und Juskivzi gehören mit zu den Besten in der Region. In der Schule Juskivzi muss zwar noch einiges investiert werden, sie ist aber

auf einem guten Weg zum Vorzeigeobjekt in der Region zu werden. Das Krankenhaus in Lanivtsi ist fast komplett mit Betten aus Lingen und Umgehung ausgestattet.

Weil in der Ukraine gravierende Reformen in Gang sind, wird es sicherlich nicht einfach, dass Krankenhaus zu erhalten.

Der Besuch beim Bürgermeister Mykhaylo Kutran in Juskivzi zeigte einen kleinen Einblick in den Arbeitsalltag, aber auch privat, wie die Aufgaben eines hauptamtlichen Bürgermeisters in einer kleinen Gemeinde von rund 1000 Einwohnern aussehen. Der Unterschied zur Kreisstadt Lanivtsi, mit seiner Administration, ist schon gewaltig.

Die Lebensweise ukrainischer Familien konnte bei den Besuchen zweier Familien kennengelernt werden. Überwältigend, wie überall, die große Gastfreundschaft.

Alle Teilnehmer der Fahrt waren sich einig, dass die Hilfe des Freundeskreises schon viel bewirkt hat, es aber noch weiterer Anstrengungen bedarf,

einen einigermaßen akzeptablen Lebensstandard der Menschen zu erreichen.

Dazu sind nicht nur Hilfsgüter sondern vor allem auch Geldspenden erforderlich.

Alle Teilnehmer konnten sich davon überzeugen, dass die bisherigen Spendengelder sehr sinnvoll eingesetzt wurden. Durch die jährliche Kontrolle vor Ort

ist gewährleistet, dass die Spenden ordnungsgemäß eingesetzt werden.

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